Modul: Holdings (FLV07)

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Grundlagen

Das Holding dient dem Piloten über einen fixen Punkt zu warten für eine gewissen Zeit. Dies kann aus mehreren Gründen der Fall sein: hohes Verkehrsaufkommen, schlechtes Wetter, um sich für den Endanflug auszurichten oder um sich für einen neuen Anflug nach einen missed approach vorzubereiten.

Das Holding wird durch ein holding fix bestimmt, zum Beispiel ein VOR oder NDB welches Überflogen werden muss. Grundsätzlich wird das Holding immer mit rechts Kurven geflogen. Falls, das holding mit links Kurven geflogen werden soll, dann ist dies in den Navigationskarten vermerkt. Die Warteschleife sollte (Aircraft Cat C,D,E) sofern möglich mit 230kt unter 14.000ft geflogen werden und mit 240kt über 14.000ft. Bei Turbulenzen wird einen höhere Geschwindigkeit gewählt um mögliche Stalls zu vermeiden. Weitere Komponente sind:

  1. Outbound turn - wird in der Regel mit standard turn rate bis zu 25° geflogen
  2. Abeam Position - Ende vom Outbound turn und liegt gegenüber vom holding fix
  3. Outbound leg - Teil des holdings indem man sich vom holding fix entfernt.
  4. Inbound Turn - Am ende des Outbound legs dreht man durch den Inbound Turn auf das Inbound leg.
  5. Inbound leg - Teil des holding indem man auf den holding fix zufliegt. Am Ende des Inbound legs ist der holding fix
  • Holding Side - Ist die Seite auf die Warteschleife liegt - Grün
  • Non Holding Side - Ist die Gegenüberliegende Seite von der Holding Side - Rot

"BILD"

Der Gesetzgeber hat natürlich auch einige Parameter für Warteschleifen vorgegeben:

  • Die Kurve sollte mit 3° pro Sekunde oder 25°, dass geringer von beiden.
  • Unterhalb von Flugfläche 140 sollte eine Warteschleife nicht länger als 1 Minute auf dem Inbound leg dauern.
  • Oberhalb von Flugfläche 140 sollte eine Warteschleife nicht länger als 1,5 Minuten auf dem Inbound leg dauern.
  • Wenn ein DME zur Verfügung steht, dann kann das Outbound leg auch als Distanz definiert werden.

In einem unkontrollierten Luftraum können auch Warteschleifen geflogen werden und dabei ist zu beachten, dass jedes Flugzeug mindestens 1000ft Abstand behält. Deswegen fragt der Pilot auf der CTAF nach dem Top of Stack also die Höhe auf der sich das letzte Flugzeug befindet. Jedes Flugzeug meldet beim verlassen der Höhe auf welche höhe er sinkt und das seine Höhe wieder frei ist. "Leaving 3000ft for 2000ft - 3000 ft is open".

Da ein Flugzeug nicht ewig Warteschleifen fliegen kann, muss ein Crew genau überlegen und festlegen wie lange Sie Warteschleifen fliegen können. Wenn eine Crew einen initial Approach Fix (IAF) erreichen und warten müssen, dann wird meistens vom Tower einen EAT - expected approach time - durchgegeben damit die Piloten besser planen können.

Holding Briefing

Verfahren

Sector 1 - Parallel Entry

Das Flugzeug fliegt direkt auf das Fix. Über dem Fix startet der Pilot den timer und dreht auf das magnetic heading outbound. Das magnetic heading outbound wird folgendermaßen definiert: MHout= MCout+/- 2* Wind Correction Angle Das Outbound leg wird dann für 1 Minute +/- Headwind komponente in Sekunden geflogen. Anschließend dreht der Pilot zur holding Seite auf das fix und fliegt einen 45° oder 30° intercept MH.

Sector 2 - Offset/Teardrop Entry

Das Flugzeug fliegt auf das Fix zu. Beim erreichen des Fixes startet der Pilot den timer und dreht auf das magnetic heading outbount. Dieses wird folgendermaßen berechnet: MHout= (MCout+/-30°)+/- 2*Wind Correction Angle. Das Outbound leg wird dann für 1 Minute +/- Headwind komponente in Sekunden geflogen. Nachdem die Zeit abgelaufen ist, dreht der Pilot auf den inbound MC.

Sector 3 - Direct Entry

Das Direct entry ist relativ einfach, da das Flugzeug hier direkt auf das Fix zufliegt und schon richtig im Raum positioniert ist um rechts Kurven zu fliegen.

Wind Korrektur

Damit die Warteschleife einigermaßen elegant aussieht, muss der Pilot den Wind korrigieren. Grundsätzlich gilt, dass alle Korrekturen auf dem outbound leg geflogen werden. Hier gilt:

  • 1 minutige Schleife = 3 facher Wind correction angle
  • 1,5 minutige Schleife = 2 facher Wind correction angle

Zeit Korrektur

Zusätzlich zur Wind Korrektur muss es auch eine zeitliche Korrektur auf dem Outbound leg geben.

  • Nimm die maximale Windgeschwindigkeit
  • Stelle fest auf welchem Sektor der Wind kommt
  • Multipliziere die Windgeschwindkeit (in Sekunden) mit dem Faktor im Bild (unten).