Modul: An- und Abflüge VFR (FLV01)

Aus VATSIM Germany
Dies ist die bestätigte sowie die neueste Version dieser Seite.
Wechseln zu:Navigation, Suche
UnderCon icon.svg.pngDieser Artikel ist noch im Aufbau. Der Artikel kann daher unvollständig sein oder Fehler enthalten!

Dieses Modul aus der Kategorie: Flugverfahren behandelt An- und Abflüge unter Sichtflugbedingungen / VFR (Visual Flight Rules). Dafür werden die folgenden anderen Module vorausgesetzt:

Luftrecht VFR (LUR02)

Kartenkunde VFR (KAR01)

Phraseologie VFR (PHR02)


Einleitung

Endlich Zeit zum Fliegen! Ob nun Platzrunden oder ein schöner Streckenflug – jeder Flug beginnt mit dem Start und endet mit der Landung. Wo können wir nun in die Luft gehen? Ohne Unterschied zwischen ULs, Echoklasse- oder noch schwereren Maschinen besteht in der Bundesrepublik Deutschland Flugplatzzwang für motorbetriebene Luftfahrzeuge. Der Flugplatzzwang bedeutet auch, dass nur auf den in der Flugplatzgenehmigung festgelegten Start- und Landebahnen, innerhalb der festgelegten Flugbetriebsstunden und außerhalb von Betriebsbeschränkungszeiten gestartet und gelandet werden darf. Jede andere Landung ist eine so genannte Außenlandung, also auch ein Aufsetzen auf dem Rollweg oder vor der Pistenschwelle, selbst wenn – wie bei einigen ehemaligen Militärplätzen – noch ein paar hundert Meter Strecke vorhanden wären. Es gibt für Landungen von Motorflugzeugen und ULs nur zwei Ausnahmen von dieser Flugplatzplicht: entweder die Notlandung oder die Sicherheitslandung. Bei einer Notlandung hat der Pilot keine freie Wahl, ob er landen will oder nicht: Er kann das Luftfahrzeug nicht mehr zu einem Platz steuern, weil schwerwiegende technische Probleme aufgetreten sind oder weil er aus gesundheitlichen Gründen zu einer sicheren Führung nicht mehr in der Lage ist – er muss unverzüglich runter. Bei einer Sicherheitslandung hat der Pilot dagegen mehr Alternativen und auch mehr Zeit, sich einen geeigneten Landeplatz auszusuchen – was den entscheidenden Unterschied zur Notlandung ausmacht. Anlass kann hier Orientierungsverlust, drohender Treibstoffmangel oder ein unvorhergesehener Wetterumschwung sein.



Flugplätze

Luftrechtlich werden folgende Arten von Flugplätzen unterschieden:

  • Flughäfen
  • Landeplätze
  • Segelfluggelände

Weitere Flugplätze können folgenden Kategorien zugeordnet werden:

  • Ultraleichtfluggelände
  • Wasserflugplätze
  • Hubschrauberlandeplätze

Flughäfen

Flughäfen sind große Flugplätze mit der entsprechenden Infrastruktur, auf denen regelmäßiger kommerzieller Flugverkehr mit Passagier- und Frachtflugzeugen stattfindet. In der Regel liegen Flughäfen innerhalb einer Kontrollzone und dürfen daher nur kontrolliert angeflogen werden, das heißt der Einflug, Anflug, Landung, Start, Durchflug und Rollen müssen von einem Fluglotsen genehmigt werden. Man unterscheidet häufig zwischen internationalen Verkehrsflughäfen und Regionalflughäfen. Wichtigstes Merkmal eines Flughafens ist sein Bauschutzbereich. Dieser stellt ein definiertes Gelände dar, in dem die Hindernisfreiheit benötigt und gewährleistet wird. Durch die Betriebspflicht von Verkehrsflughäfen müssen diese 24h am Tag das ganze Jahr lang anfliegbar und erreichbar sein. Flughäfen, die nicht für den allgemeinen Luftverkehr zugelassen sind, bezeichnet man als Sonderflughäfen. Diese dienen besonderen Zwecken, wie z.B. dem Werkverkehr eines Flugzeugherstellers, dürfen also nur von einem eingeschränkten Personenkreis genutzt werden. Die Benutzung hängt von der privatrechtlichen Zustimmung des Platzbetreibers ab.

Landeplätze

Landeplätze verfügen maximal über einen beschränkten Bauschutzbereich, der einen sicheren Betrieb für Sichtflüge erlaubt. Während Flughäfen primär dem IFR-Linien- und Charterflugverkehr dienen, bilden die Landeplätze eine zusätzliche Infrastruktur für die Allgemeine Luftfahrt. Landeplätze werden unterschieden in Verkehrslandeplätze und Sonderlandeplätze. Verkehrslandeplätze sind Teil der öffentlichen Infrastruktur, d.h. sie dienen dem allgemeinen Luftverkehr und sind von jedermann nutzbar. Außerdem unterliegen sie der sogenannten Betriebspflicht, d.h. sie müssen zu den veröffentlichten Öffnungszeiten zur Verfügung stehen. Dagegen unterliegen Sonderlandeplätze nicht der Betriebspflicht. Bei Sonderlandeplätzen ist generell und bei Verkehrslandeplätzen außerhalb der veröffentlichen Betriebszeiten die Genehmigung des Platzhalters zur Landung einzuholen. Man spricht dann von einer PPR-Regelung (Prior Permission Required).

Segelfluggelände

Segelfluggelände sind Flugplätze, die für die Benutzung durch Segelflugzeuge und nicht selbststartende Motorsegler bestimmt sind. Die Genehmigung kann auf andere Arten von Luftfahrzeugen erweitert werden, wenn diese zum Schleppen von Segelflugzeugen, Motorseglern oder Hängegleitern bzw. zum Absetzen von Fallschirmspringern eingesetzt werden. Ist dies nicht der Fall, benötigen sie eine sog. Außenstartgenehmigung der zuständigen Luftfahrtbehörde. Natürlich ist der Segelflug nicht nur auf spezielle Segelfluggelände beschränkt. Auch auf Landeplätzen ist deren Betrieb möglich und üblich.

Ultraleichtfluggelände

Ultraleichtfluggelände sind, wie der Name schon sagt, nur für den Betrieb mit Luftsportgeräten zugelassen. Da viele Ultraleichtflugzeuge eine relativ geringe Start- und Landestrecke benötigen, sind die Pisten auf solchen Flugplätzen häufig recht kurz, überwiegend bestehen sie aus Gras. Aus diesen Gründen lassen sich gerade Ultraleichtfluggelände ohne nennenswerte Eingriffe in die Natur realisieren. Aber auch zahlreiche Landeplätze und Flughäfen haben in den letzten Jahren auf die starke Zunahme der Luftsportgeräte reagiert und die Zulassung für - meist dreiachsgesteuerte - Ultraleichtflugzeuge erweitert.

Wasserflugplätze

Auch für Wasserflugzeuge herrscht in Deutschland Flugplatzzwang, d.h., sie dürfen nur auf fest definierten und zugelassenen Wasserflächen landen. Bisher gibt es in Deutschland nur wenige Wasserflugplätze.

Hubschrauberlandeplätze

Nahezu jeder Landeplatz und Flugplatz hat in Deutschland die Zulassung für Hubschrauber. Bei Landeplätzen, die nur für Helikopter zugelassen sind, unterscheidet man zwischen Helipads und Heliports. Helipads sind reine Landeplätze, z.B. auf Klinikgebäuden oder Schiffen, Heliports werden dagegen von der Flugsicherung überwacht und sind mit zusätzlicher Infrastruktur ausgestattet. Hubschrauberlandeplätze sind kreisrund und mit einem weißen "H" gekennzeichnet.



Platzrunde

Platzrunde In erster Linie werden wir auf VATSIM einen Flughafen oder einen Landeplatz für unsere Vorhaben nutzen. Die Unterschiede werden wir nun im einzelnen beleuchten und dann beispielhaft die entsprechende Phraseologie im Anhang ansehen.

Als Gemeinsamkeit bleiben die Bestandteile einer Platzrunde immer bestehen:

BILD

Platzrunden (engl. traffic pattern) stellen sicher, dass das An- und Abflugverfahren an unkontrollierten Flugplätzen reibungslos und vor allem sicher abläuft. Sie dienen zur Orientierung und vermeiden schlimme Kollisionen. Darüberhinaus verhelfen sie dem Piloten beim Ausbau seiner fliegerischen Fähigkeiten, da dieser die Platzrunden nutzen kann, um möglichst viele Landungen in kurzer Zeit zu durchzuführen. Vor allem in der Privatpilotenausbildung werden anfangs nur Platzrunden geflogen, um dem Flugschüler ein Gefühl für Starts und Landungen zu vermitteln. Platzrunden werden nur bei unkontrollierten Flugplätzen festgelegt und veröffentlicht. Bei kontrollierten Plätzen leiten Fluglotsen der Flugverkehrskontrolle den Flugplatzverkehr, das Vokabular bleibt aber gleich:

  • Abflug / Depature

In dieser Phase befindet sich der Pilot im Steigflug und trifft alle Vorkehrungen, die nach dem Abflug notwendig sind: Landeklappen einfahren, Landelicht ausschalten, Fahrwerk einfahren und andere wichtige Schritte, die von der Checkliste vorgeschrieben sind.

  • Querabflug / Crosswind

Im Querabflug sollte das Flugzeug die Platzrundenhöhe erreicht haben. Die Höhe beträgt ca. 800 Fuß(ft) über der Flugplatzhöhe. Beispiel: -Flugplatzhöhe Erbach: 1558 ft AMSL (engl. above mean sea level – Höhe über NN) -Platzrundenhöhe Erbach: 2300 ft AMSL

  • Gegenanflug / Downwind

Dieser Abschnitt befindet sich parallel in entgegengesetzter Richtung zur aktiven Landebahn. Hier gibt der Pilot seine erste Positionsmeldung per Funk, indem er sein Rufzeichen und den Abschnitt, indem er sich befindet, meldet. Kurz darauf bestätigt der Turm und jeder Funkteilnehmer am Flugplatz und in der Platzrunde weiß Bescheid, wo sich das Flugzeug befindet. Der Grund, warum der Pilot erst in diesem Abschnitt seine Position meldet, ist dass andere Flugzeuge, die z.B. von einem anderen Flugplatz kommen, durch diesen Abschnitt in die Platzrunde einfliegen und bei zu geringer Aufmerksamkeit andere Flugzeuge nicht bemerken würden.

  • Queranflug / Base

Hier fängt der Luftfahrzeugführer langsam mit dem Sinkflug an und meldet seine Position. Auch das Abarbeiten der Checkliste für die Vorbereitung zur Landung sollte in Angriff genommen werden: Schub reduzieren, Vergaservorwärmung einschalten, Landelicht einschalten etc.

  • Endanflug / Final

In der letzten und gefährlichsten Phase sollte der Pilot alle Schritte für die Landung eingeleitet haben. Nach der Positionsmeldung gibt Info / Turm dem Piloten die Windrichtung und -stärke, damit diese bei der Landung berücksichtigt werden können. An einem kontrollierten Flugplatz noch die Landefreigabe. Unnötiger Funkkontakt sollte hier vermieden werden, sodass sich der Pilot voll und ganz auf die Landung konzentrieren kann.

Soweit nicht von der zuständigen Luftverkehrsbehörde abweichend festgelegt, werden Platzrunden in einem Abstand von ca. 1,5 km von der Landebahn und linksherum (entgegen des Uhrzeigersinns) geflogen, damit der links sitzende Pilot die Landebahn während des gesamten Manövers im Auge behalten kann. Sollten wir aufgrund des Windes in die andere Richtung starten oder vom Turm eine Rechtsplatzrunde angewiesen bekommen, so bleibt alles wie gehabt. Nur melden wir jetzt den rechten Querabflug, rechten Gegenanflug und den rechten Queranflug. Den Endanflug dann wieder ohne Richtungsangabe.



Info- Landeplatz

Zur Flugvorbereitung schaue ich mir natürlich ausgiebig die Karten an und sammel die wichtigsten Informationen. Papier und Stift sollten immer griffbereit sein und für jeden Flug ein ähnliches „Formular“ mit den wichtigsten Infos und dann Anweisungen ausgefüllt werden.

TEMPLATE

Wir sehen die benötigten Frequenzen und Rufnamen der ATC Stationen. Die Höhe des Platzes können wir ablesen und so wir am Boden sind ggf. unseren Höhenmesser korrekt einstellen, wenn uns kein QNH zur Verfügung gestellt werden kann. Auf der Karte finden wir dann die Platzrunde und ggf. An- und Abflugrouten. Wie hier in Erbach haben wir mitunter mehrere Platzrunden. Hier unterscheiden wir Segelflug- Ultraleicht und Motorflugzeugplatzrunde. Markante Geländegegebenheiten und sensible, zu umfliegende Gebiete, werden dargestellt und ermöglichen eine Orientierung aus der Luft. Auch die Luftraumstruktur wird ersichtlich. Südlich des Platzes ist z.B. hier die Laupheimer Kontrollzone gut zu sehen.

BILD CHART EDNE

Unser Ansprechpartner an einem unkontrollierten Platz ist der Flugleiter mit dem Rufzeichen „Info“. Der Flugleiter sorgt als Vertreter des Platzhalters für einen betriebssicheren Zustand des Platzes und für einen ordnungsgemäßen Betrieb. Am Boden kann er Anweisungen erteilen und von seinem Hausrecht Gebrauch machen. Gegenüber in der Luft befindlichen Piloten hat er lediglich eine beratende Funktion. Zur Abwehr von Gefahren kann er aber auch Anweisungen erteilen. Auf deutsch also: er mäht den Rasen gibt uns Infos und wir agieren selbständig ;) Starten, Rollen und Fliegen führen wir nach eigenem Ermessen durch, erbitten nichts und erhalten auch keine Freigaben! Alle Meldungen am Funk sind also in erster Linie für die anderen Piloten gedacht und nicht für den Flugleiter! Beim Zuhören können wir uns gut ein Bild vom Verkehr am Platz machen und sicher mit den anderen in der Luft sein!


Phraseologie Platzrunde

Die Kommunikation kann nun beispielhaft wie folgt aussehen:

Meldungen des jeweiligen Lotsen sind in dunkelgrau hinterlegt.

Deutsch
Englisch
Platzrunde Info-Platz / Traffic circuit
"Erbach Info, Servus, DEMAM" "Erbach Info, Servus, DEMAM"
"DEMAM, Servus, Erbach Info" "DEMAM, Servus, Erbach Info"
"DEMAM, Cessna 172, für eine Platzrunde, erbitte Abfluginformation" "DEMAM, Cessna 172, for traffic pattern, request depature information"
"DEMAM, aktive Piste 21, QNH 1018, aktuell kein weiterer Verkehr" "DEMAM, active runway 21, QNH 1018, actual no further traffic"
"Aktive Piste 21, QNH 1018, rolle zum Rollhalt Piste 21, DEMAM" "Active runway 21, QNH 1018, taxi holding point runway 21, DEMAM"
"DEMAM, Rollhalt Piste 21, abflugbereit" "DEMAM, holding point runway 21, ready for depature"
"DEMAM, Wind 200 Grad 8 Knoten, kein weiterer Verkehr in der Platzrunde" "DEMAM, Wind 200 degrees 8 knots, no further traffic"
"Starte Piste 21, DEMAM" "Taking off runway 21, DEMAM"
"DEMAM Gegenanflug Piste 21 zur Landung / zum Aufsetzen und Durchstarten / zum Tiefanflug / erbitte tiefen Vorbeiflug (ggf. und Sichtkontrolle des Fahrwerkes o.ä.)" "DEMAM downwind runway 21 for landing / for touch and go / for low approach / request low pass and visual inspection main gear"
"DEMAM, verstanden" "DEMAM"
"DEMAM Queranflug Piste 21" "DEMAM base runway 21"
"DEMAM Endanflug Piste 21" "DEMAM final runway 21"
"DEMAM, Wind 220 Grad 7 Knoten, kein weiterer Verkehr ( altern. Verkehrsinfo)" "DEMAM, wind 220 degrees 7 knots, no further traffic ( altern. Traffic information)"
"DEMAM, lande Piste 21" "DEMAM, landing runway 21"
"DEMAM habe die Piste nach rechts verlassen" "DEMAM runway vacated to the right"
"DEMAM , willkommen in Erbach" "DEMAM , welcome to Erbach"
"DEMAM, Parkposition Tankstelle erreicht, schönen Tag noch" "DEMAM, parking position filling station reached, have a nice day"
"DEMAM, Danke für das Fliegen in Erbach" "DEMAM, thank you for flying at Erbach"



Phraseologie Ab-und Anflug

Wollen wir nun aber einen Streckenflug durchführen oder einfach die Platzrunde verlassen, so melden wir unsere Absichten mit unserem Einleitungsanruf. Die Platzrunde verlassen wir, so vorhanden, dann über die in der Karte angegebene Sichtflugroute.

Meldungen des jeweiligen Lotsen sind in dunkelgrau hinterlegt.

Deutsch
Englisch
Abflug / Depature
"Erbach Info, Servus, DEMAM" "Erbach Info, Servus, DEMAM"
"DEMAM, Servus, Erbach Info" "DEMAM, Servus, Erbach Info"
"DEMAM, Cessna 172, VFR Flug nach Gundelfingen, erbitte Abfluginformation" "DEMAM, Cessna 172, VFR flight to Gundelfingen, request depature information"
"DEMAM, aktive Piste 21, QNH 1018, eine Piper Archer 28 im Querabflug" "DEMAM, active runway 21, QNH 1018, one Piper Archer 28 Crosswind rwy 21"
"Aktive Piste 21, QNH 1018,eine Piper in der Platzrunde, rolle zum Rollhalt Piste 21, DEMAM" "Active runway 21, QNH 1018,one Piper in the circuit, taxi holding point runway 21, DEMAM"
"DEMAM, Rollhalt Piste 21, abflugbereit" "DEMAM, holding point rwy 21, ready for depature"
"DEMAM, Wind 200 Grad 8 Knoten, eine PA 28 im Gegenanflug Piste 21" "DEMAM, wind 200 degrees 8 knots, PA 28 downwind runway 21"
"Verkehr ist in Sicht, Starte Piste 21, DEMAM" "Traffic in sight, taking off rwy 21, DEMAM"
"Verlasse die Platzrunde nach Süd-Osten DEMAM" "Leaving the pattern to South-East DEMAM"
"DEMAM, verstanden schönen Flug" "DEMAM, roger have a nice flight"

10 Minuten bevor wir nun Gundelfingen erreichen drehen wir die entsprechende Frequenz ein. Lauschen auf der Frequenz und verschaffen uns einen ersten Überblick. Dann melden wir uns:

Meldungen des jeweiligen Lotsen sind in dunkelgrau hinterlegt.

Deutsch
Englisch
Anflug / Arrival
"Gundelfingen Info, Servus, DEMAM" "Gundelfingen Info, Servus, DEMAM"
"DEMAM, Servus, Gundelfingen Info" "DEMAM, Servus, Gundelfingen Info"
"DEMAM, Cessna 172, VFR Flug von Erbach 10 Minuten südwestlich des Platzes, Höhe 3500ft, erbitte Landeinformation" "DEMAM, Cessna 172, VFR from Erbach 10 minutes southwest of the field, 3500ft, request landing information"
"DEMAM, aktive Piste 28, QNH 1018, eine C42 im rechten Gegenanflug Piste 28" "DEMAM, active runway 28, QNH 1018, a C42 right downwind 28"
"Aktive Piste 28, QNH 1018, überfliege den Platz in 3500 ft, halte Ausschau, DEMAM" "Active runway 28, QNH 1018, crossing the field 3500 ft, watching out for traffic, DEMAM"
"DEMAM, C42 in Sicht, sinke auf Platzrundenhöhe und drehe in den rechten Gegenanflug Piste 28 zur Landung" "DEMAM, C42 in sight, descending to pattern height and joining right downwind runway 28 for landing"
"DEMAM, verstanden" "DEMAM, roger"
"Rechter Queranflug Piste 28 DEMAM" "Right base rwy 28 DEMAM"
"Drehe in den Endanflug Piste 28 DEMAM" "Turning final rwy 28 DEMAM"
"DEMAM, Wind 220 Grad 7 Knoten, kein weiterer Verkehr ( altern. Verkehrsinfo)" "DEMAM, wind 220 degrees 7 knots, no further traffic"
"DEMAM lande Piste 28" "DEMAM landing rwy 28"
"DEMAM habe die Piste nach links verlassen" "DEMAM runway vacated to the left"
"DEMAM , willkommen in Gundelfingen" "DEMAM , welcome to Gundelfingen"
"DEMAM, Parkposition Halle erreicht, schönen Tag noch" "DEMAM, parking position in front of the hangar, have a nice day"
"DEMAM, Danke für das Fliegen nach Gundelfingen" "DEMAM, thank you for flying to Gundelfingen"




Flughafen mit Kontrollzone

Wir befinden uns nun in einer Kontrollzone. Alle Bewegungen am Boden und in der Luft werden durch Lotsen geleitet und wir erbitten für unsere sämtlichen Vorhaben eine Genehmigung und handeln nur entsprechend der erhaltenen Anweisungen.

Vor unserem Einleitungsanruf hören wir die ATIS (Automatic Terminal Information Service) ab. Es handelt sich hier um eine automatische Informationsdurchsage, die eingerichtet wurde um die Funkstationen am Flugplatz zu entlasten. Als VFR Pilot sind wir dazu nicht verpflichted, aber wir wollen die Frequenz entlasten und uns in Ruhe vorbereiten können. Wir erhalten auf dieser Flugfunk-Frequenz Informationen über die Wetterverhältnisse sowie Ab- und Anflug relevante Informationen, wie z.B. aktive Piste und das QNH. Diese ATIS wird alle 30 Minuten oder bei kurzfristigen Wetteränderungen auch zwischendurch ausgegeben und bekommt als „Versionskennung“ in fortlaufender Reihenfolge einen Buchstaben des Alphabetes, welchen wir natürlich ICAO konform aussprechen. Eine ATIS ist wie folgt aufgebaut:

  • Name des Flugplatzes
  • ATIS-Buchstabe
  • Zeit der Beobachtung des Flugplatzwetters
  • Aktive Landebahn
  • aktuelle Besonderheiten (z. B. Bauarbeiten)
  • Übergangsfläche
  • Windrichtung und -geschwindigkeit
  • Flugsichten
  • besondere Wetterlagen (z. B. Regen)
  • Hauptwolkenuntergrenze
  • Temperatur und Taupunkt
  • QNH
  • Änderungstrend

Beispiel: This is Sylt Airport – Information GOLF – Met Report Time 1420 – expect ILS Approach runway 32 – transition level 60 – wind 310 degrees, 10 knots – visibility 9 kilometers – light rain – clouds scatterd 4000 feet – temperature 24, deqpoint 18 – QNH 1018 – NOSIG – Infomation Golf out

Dies bedeutet:

  • Herausgegeben vom Flugplatz Sylt
  • Kennbuchstabe G (die vorangehende Meldung hieß F, die folgende wird H heißen)
  • Uhrzeit der Wettermeldung (nicht die der ATIS): 14:20 UTC
  • Voraussichtliche Landebahn für Instrumentenanflug: 32
  • Übergangsfläche FL 60
  • Wind aus 310 Grad mit 10 Knoten
  • Sichtweite: 9 Kilometer
  • leichter Regen
  • Leichte Bewölkung (⅜ bis ½ Bedeckung des Himmels) mit einer Wolkenuntergrenze von 4000 Fuß (über Grund)
  • Temperatur 24 Grad Celsius
  • Taupunkt 18 Grad Celsius
  • QNH 1018 ⦁ hPa (d. h. ein auf 1018 hPa eingestellter Höhenmesser zeigt am Platz die Höhe über Normalnull an)
  • NOSIG = No Significant Change = Keine deutliche Veränderung zu erwarten


Phraseologie Platzrunde

Wir fliegen nun erst wieder eine Platzrunde. Da es auf Sylt keine Rollkontrolle gibt ersparen wir uns einen Frequenzwechsel und wickeln den gesamten Verkehr mit dem Turm ab. Spätestens jetzt wird uns wieder bewusst wie wichtig die Vorbereitung, sowie Papier und Stift sind:

Meldungen des jeweiligen Lotsen sind in dunkelgrau hinterlegt.

Deutsch
Englisch
Platzrunde / Circuit
"Sylt Turm, Moin, DEMAM" "DEMAM, Moin , Sylt Turm"
"DEMAM, Moin , Sylt Turm" "DEMAM, Moin , Sylt Turm"
"DEMAM, C172, Apron 2, 1 Person mit Information Golf an Bord, für VFR Platzrunden, erbitte Rollen" "DEMAM, C172, Apron 2, 1 person with information G, for VFR pattern, request taxi"
"DAM aktive Piste 32 QNH 1018, rollen Sie zum Rollhalt Piste 32, Rollbahneinmündung B, über A B, kreuzen der Piste 06 ist genehmigt" "DAM active runway 32 QNH 1018, taxi holding point rwy 32, intersection B, via A B, crossing rwy 06 is approved"
"Aktive Piste 32 QNH 1018, rolle zum Rollhalt Piste 32 Rollbahneinmündung B über A B , kreuzen der Piste 06 genehmigt DAM" "Active rwy 32 QNH 1018, taxi holding point rwy 32 intersection B via A B , crossing rwy 06 approved DAM"
"DAM Rollhalt Piste 32 Rollbahneinmündung B , abflugbereit" "DAM holding point rwy 32 intersection B , ready for depature"
"DAM nach dem Abheben fliegen Sie in den rechten Gegenanflug der Piste 32, Wind 310 Grad 10 Knoten Piste 32, Start frei" "DAM when airborne join right downwind rwy 32, Wind 310 degrees 10 knots rwy 32, cleared for take off"
"Nach dem Abheben fliege ich in den rechten Gegenanflug Piste 32, Piste 32 Start frei DAM" "when airborne joining right downwind rwy 32, rwy 32 cleared for take off DAM"
"rechter Gegenanflug Piste 32, zur Landung DAM" "right Downwind rwy 32, for landing DAM"
"DAM, im 5 Meilen Endanflug ein Easyjet A320, melden Sie Verkehr in Sicht" "DAM, Easyjet A320 on 5 miles final, report traffic in sight"
"Verkehr in Sicht, DAM" "Traffic in sight, DAM"
"DAM nach genanntem Verkehr fliegen Sie in den Endanflug der Piste 32, Achtung Wirbelschleppen" "DAM behind mentioned traffic join final rwy 32, caution wake turbulence"
"Nach genanntem Verkehr in den Endanflug Piste 32, Achtung Wirbelschleppen DAM" "Behind mentioned treaffic joining final rwy 32, caution wake turbulenceDAM"
"DAM, Wind 310 Grad 10 Knoten Piste 32 Landung frei" "DAM, Wind 310 degrees 10 knots rwy 32 cleared to land"
"Piste 32 Landung frei DAM" "Rwy 32 cleared to land DAM"
"DAM willkommen in Westerland, rollen Sie zum Apron 2 über D I" "DAM welcome to Westerland, taxi Apron 2 via D I"
"Rolle zum Apron 2 über D I, DAM" "taxi Apron 2 via D I, DAM"
"Parkposition Apron 2 erreicht, schönen Abend DAM" "Parking position Apron 2, good evening DAM"
"DAM vielen Dank für Ihren Besuch" "DAM thank you, good night"

CHART

CHART



Phraseologie Ab-und Anflug

Das Aus- und Einfliegen wird über sog. Pflichtmeldepunkte organisiert. Diese sehen wir in der Karte als Dreieck in einem Kreis, z.b. Echo 2 und Echo 1 oder November. Der Name ist hier Programm und wir melden uns über dem Punkt mit unserer aktuellen Flughöhe.

Meldungen des jeweiligen Lotsen sind in dunkelgrau hinterlegt.

Deutsch
Englisch
Abflug / Depature
"Sylt Turm, Moin, DEMAM" "Sylt Tower, Moin, DEMAM"
"DEMAM, Moin , Sylt Turm" "DEMAM, Moin , Sylt Tower"
"DEMAM, C172, Apron 2, 2 Personen an Bord, Information Hotel erhalten, VFR Rundflug, erbitte Verlassen der Kontrollzone über Echo und Rollen" "DEMAM, C172, Apron 2, 2 persons, information Hotel received, local VFR flight, request to leave controllzone via Echo and taxi"
"DAM aktive Piste 14 QNH 1019, rollen Sie zum Rollhalt Piste 14, über I D" "DAM active rwy 14 QNH 1019, taxi holding point rwy 14, via I D"
"Aktive Piste 14 QNH 1019, rolle zum Rollhalt Piste 14 über I D , DAM" "active rwy 14 QNH 1019, taxi holding point rwy 14, via I D, DAM"
"DAM Rollhalt Piste 14, abflugbereit" "DAM holding point rwy 14, ready for depature"
"DAM nach dem Abheben verlassen Sie die Kontrollzone über die Echo Route, 2000ft oder darunter, Wind 180 Grad 2 Knoten Piste 14, Start frei" "DAM when airborne leave the controllzone via the Echo Route, 2000ft or below, Wind 180 degrees 2 knots rwy 14, cleared for take off"
"Nach dem Abheben verlasse ich die Kontrollzone über die Echo Route,2000ft oder darunter, Piste 14 Start frei DAM" "when airborne i will leave the controllzone via the Echo Route, 2000ft or below, rwy 14, cleared for take off DAM"
"Position Echo 2 2000 Fuß DAM" "Position Echo 2 2000 feet DAM"
"DAM, verstanden" "DAM, roger"
"Position Echo 1 2000 Fuß, erbitte Verlassen der Frequenz DAM" "Position Echo 1 2000 feet, request frequency change DAM"
"DAM, verstanden, verlassen der Frequenz genehmigt, schönen Flug" "DAM, roger, frequency change approved, have a nice flight"
"Verlassen der Frequenz genehmigt, vielen Dank" "Frequency change is approved, thank you DAM"

Meldungen des jeweiligen Lotsen sind in dunkelgrau hinterlegt.

Deutsch
Englisch
Anflug / Arrival
"Sylt Turm, Moin DEMAM" "Sylt Tower, Moin DEMAM"
"DEMAM, Moin Sylt Turm" "DEMAM, Moin Sylt Tower"
"DEMAM, Cessna 172, VFR von Helgoland, 10 Minuten südlich von Sierra1 in 1800 Fuß Information X an Bord zur Landung" "DEMAM, Cessna 172, VFR from Helgoland, 10 minutes south of Sierra1 in 1800 feet Information X received for Landing"
"DEMAM, aktive Piste 32 QNH 1025 Einflug über die Sierra Route genehmigt in 2000ft oder darunter" "DEMAM active runway 32 QNH 1025 Entering the Control Zone via Sierra Route approved in 2000 ft or below"
"DEMAM, aktive Piste 32 QNH 1025 Einflug über die Sierra Route genehmigt in 2000ft oder darunter" "DEMAM active runway 32 QNH 1025 Entering the Control Zone via Sierra Route approved in 2000 ft or below"
"DEMAM SIERRA1 1800 Fuß" "DEMAM SIERRA1 1800 feet"
"DEMAM , verstanden" "DEMAM, roger"
"DEMAM, SIERRA2 1800 Fuß" "DEMAM Sierra2 1800 feet"
"DEMAM, setzten Sie den Anflug fort nächste Meldung Gegenanflug Piste 32" "DEMAM continue Approach, next report downwind runway 32"
"DEMAM, setze den Anflug fort , nächste Meldung Gegenanflug Piste 32" "DEMAM continue Approach, next report downwind runway 32"
"DEMAM Gegenanflug Piste 32" "DEMAM downwind runway 32"
"DEMAM, Wind 340 Grad 11 Knoten Piste 32 Landung frei" "DEMAM, wind 340 Degrees 11 knots runway 32 cleared to land"
"DEMAM Piste 32 Landung frei" "DEMAM runway 32 cleared to land"
"DEMAM habe die Piste 32 über C verlassen" "DEMAM runway 32 vacated via C"
"DEMAM, willkommen in Westerland, rollen Sie zum GAT über die Rollbahnen C D I" "DEMAM welcome to Westerland, taxi GAT via Taxiways CDI"
"DEMAM rolle zum GAT über die Rollbahnen C D I" "DEMAM taxi GAT via Taxiways CDI"