Flughafen Weeze SOP

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Tower

Tower
Login EDLV_TWR
Controllerkürzel LVT
Frequenz 129.400
Visibility Range 50 NM

Da der Flughafen Weeze keine Delivery oder Ground Position besitzt, ist der Turm (Tower) für die Freigabe sämtlicher Bewegungen auf dem Vorfeld (Apron) sowie den angrenzenden Rollwegen (Taxiways) verantwortlich. Darüber hinaus regelt er den Flugverkehr auf der Start- und Landebahn sowie in Platznähe.

Der Tower erteilt die Freigabe für einen eingereichten IFR Flugplan und weist einen Transpondercode zu. Abfliegende IFR-Piloten melden sich zuerst auf der Frequenz von Tower, um den Flugplan eröffnen zu lassen. Der Controller überprüft den eingereichten Flugplan und ergänzt gegebenenfalls die passende Standard Instrument Departure Route (SID) im Flugplan. VFR Flüge rufen ebenfalls die Towerstation und erbitten Abfluginformationen sowie die Rollfreigabe zum Rollhalt der aktiven Piste.

Bei der Festlegung der aktiven Piste, ist die Piste 27 bis zu einer Rückenwindkomponente von 5 Knoten zu bevorzugen.

Nach dem Start sollen Flüge nach Instrumentenflugregeln (IFR), welchen eine SID zugewiesen wurde, beim Passieren von 2000ft AMSL selbstständig entweder auf die in der ATIS veröffentlichte Departure-Frequenz (wenn diese von den in den Karten veröffentlichten abweicht) oder sonst auf die in den Karten veröffentlichten Frequenz wechseln.


Vectored Departure

Sollte ein Pilot keine gültige SID abfliegen können oder explizit danach fragen, sollte eine vectored Departure angewandt werden. Dieses Verfahren soll ebenfalls bei IFR Traffic Pattern verwendet werden. Dabei erhält der Pilot in Weeze standardmäßig die Anweisung nach dem Start auf 5.000 Fuß zu steigen und die Abflugrichtung (runway-heading) beizubehalten.

Bei Flügen, die danach zu ihrem ersten Wegpunkt im Flugplan vektoriert werden, sollte in der Euroscope SID-Auswahl der Eintrage "RV+FIX" gewählt werden. So würde bei einer vectored Departure mit erstem Wegpunkt SONEBRVSONEB eingetragen werden. Bei Abflügen ohne festen Punkt ist dies mit VEC im Scratchpad zu vermerken. Allerdings ist weiterhin eine Koordination mit dem Tower-/ und Approach-Controller vorzunehmen. Kurz vor dem Start sollte der Towerlotse den Approachlotsen erneut über die nun startende vectored Departure informieren.


Standard Instrument Departure (SID) und Reiseflughöhen

Teilweise gibt es für die verschiendenen SIDs eine Beschränkung für den Flugzeugtyp, das Gewicht oder die Ausstattung der Flugzeuge. Diese sind den entsprechenden SID-Karten bzw. dem Airportbriefing zu entnehmen.

Reiseflughöhen werden in weiten Teilen Europas grundsätzlich nach der Ost/West-Regel festgelegt, wobei Flüge Richtung Osten (0°-179°) eine ungerade und Flüge nach Westen (180°-359°) eine gerade Flugfläche zugewiesen wird. Hierauf sollte der entsprechende Lotse, welcher auch die IFR-Clearance vergibt, achten.


Gate-Zuweisungen

Am Flughafen Weeze bestehen keine festgelegten Gate-Zuweisungen, sodass für ankommende Flugzeuge eine der Parkpositionen 1 bis 10 bzw. das GAT 1 im östlichen Teil des Flughafens genutzt wird.

Auch für Flugzeuge der Wirbelschleppenkategorie Heavy gibt es keine ausgewiesenen Parkpositionen. Hier kann nach Möglichkeit eine normale Vorfeldposition zugewiesen und jeweils die rechts und links liegende Position freigelassen werden.


Pushback

An allen Parkpositionen auf dem Apron wird in der Regel ein Pushback benötigt. Der Pilot fordert dazu die Freigabe beim Tower an. Dieser entscheidet je nach Verkehrslage wann er den Pushback genehmigt.


Rollen

Auf dem Flughafen Weeze gibt es folgende wichtige Rollwege:

  • S: Hauptrollweg, welcher parallel zur Start- und Landebahn verläuft und das Apron mit den Zuwegen zur Piste verbindet.
  • A, B, C, D: verbinden die Start- und Landebahn mit dem Hauptrollweg S.
  • E, F, G, H, N: befinden sich nördlich der Piste und wurden hauptsächlich für den Militärverkehr und nicht den zivilen Luftverkehr verwendet.


Kontrollzone

Um den Flughafen Weeze befindet sich eine Kontrollzone mit Luftraumklasse D-CTR (GND-3000ft AMSL). Der westliche Teil liegt in den Niederlanden.

Folgende VFR-Pflichtmeldepunkte gehören zum Flughafen Weeze:

  • N (max. 3000ft AMSL)
  • S (max. 3000ft AMSL)


Go-Arounds

Standardgemäß wird bei einem Go-Around der "Standard Missed Approach" vom Tower angeordnet und der Pilot wieder an den zuständigen Approachlotsen verwiesen. Ein abweichendes Flugverfahren ist vorher mit dem entsprechenden Approachlotsen abzusprechen.


Helikopter-Betrieb

Am Flughafen Weeze gibt es kein ausgewiesenes Helipad, sodass Starts und Landungen über die Pistenschwelle erfolgen.


Approach

Approach
Login EDDL_APP
EDDL_N_APP
EDDL_S_APP
Controllerkürzel DA
DN
DS
Frequenz 128.550
128.650
121.350
Visibility Range 150 NM

Die Anflugskontrolle (Approach) des Flughafens Düsseldorf übernimmt gleichzeitig auch die An- und Abflüge der Flughäfen Weeze und Mönchengladbach. Daher sollten auch die SOPs der Flughäfen Düsseldorf und Mönchengladbach gelesen werden.


Luftraum

Den folgenden Grafiken kann die vertikale und horizontale Ausdehnung des Approachsektors und TMZ des Flughafens Weeze entnommen werden. Darüberhinaus grenzen folgende Nachbarsektoren an EDDL_APP:

  • Nordwesten und Westen: EHAA_CTR
  • Osten: EDDG_APP/EDLP_APP/EDLW_APP
  • Süden: EDDK_APP
  • Südwesten: EBBU_CTR


Luftraum des EDDL_APP


TWR-CTR und TMZ - Flughafen Weeze


Arrivals

Anfliegende Maschinen können entweder die STAR, sowie anschließend den Standard ILS-Approach nutzen oder auch Vektoren in den Endanflug erhalten.

Bei 09-Betrieb sollte zwingend der RNAV-Approach oder eine STAR und anschließend Standard NDB-Approach angewiesen werden, da Teile des Endanfluges durch den Luftraum der Niederlande führen. Eine zwischenzeitliche Übergabe an EHAM_CTR ist dabei jedoch nicht erforderlich.

Der Approach ist für die Freigabe der Verfahren zuständig, kann dies nach Absprache allerdings bei Einvernehmen auch an den Center delegieren.

Für Anflüge sollten folgende Übergabehöhen verwendet werden:

27-Betrieb:

  • LMA: FL080
  • SOBTU: FL070

09-Betrieb:

  • LMA: FL080
  • SOBTU: FL060


Departures

Abflüge sollte entsprechend der möglichen Höhe im aktuellen Sektor bis maximial FL240 freigegeben und etwa 5-10 Meilen vor der Sektorgrenzen an die nächste zuständige Position weitergereicht werden.

Weitere wichtige Restriktionen und Ausnahmen bei der Freigabe der Flughöhe sowie des Handoffs an die nächste Station aufgrund von geänderten Luftraumgrenzen:

27-Betrieb:

  • SONEB: max. FL 160 ⇒ Routenabhängig an EHAM_CTR oder EDGG_CTR

24-Betrieb:

  • SONEB: max. FL 160 ⇒ Routenabhängig an EHAM_CTR oder EDGG_CTR


Holdings

Sollten Holdings vonnöten sein, dann können folgende, in den Karten veröffentlichte, Holdings ab der angegebenen Höhe bis maximal zur vereinbarten Übergabehöhe genutzt und gefüllt werden. Eine darüber hinausgehende Höhe in den Holdings muss zwingend mit den angrenzenden Sektoren koordiniert werden, damit die Übergabehöhe an den Sektorgrenzen entsprechend angehoben wird:

  • LAA (min. 3000ft AMSL)