Flughafen Nürnberg SOP

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Ground

Ground
Stationen
Nürnberg Ground/Rollkontrolle
EDDN_GND NG 118.1

Zuständigkeitsbereich

Der EDDN_GND ist zuständig für die IFR Streckenfreigaben und den gesamten rollenden Verkehr auf den Vorfeldern und Rollwegen.

Abflugverfahren

Endpoint SID Runway Initial Climb After Take-Off Remark
AKANU 6M 10 FL70 contact
München Radar
129.525
Flights continuing on L603 commence LT when crossing D25.5 NUB / GUNBI. Transition to (U)L605 not possible - file RODIS-(U)L604 instead.
8K 28
DKB 4M 10 Not available for flights to continue via T104 or Y161.
4K 28
ERETO 6M 10 -
7K 28
IBAGA 2M 10 Not available for flights via OSBIT P605.
Not available for flights with DEST EDDF, EDFE or ETOU - file SUKAD instead.
2K 28
RODIS 4M 10 Only available for flights with DEST EDMM, LKPR or flights to continue via (U)L604.
3K 28
SUKAD 2M 10 Only for DEST EDDF, EDFE or ETOU and flights with Y FPL.
2K 28
SULUS 3M 10 Only available for flights intending to proceed SULUS L604.
3K 28
ERL 9M 10 remain with
Nürnberg Tower
118.300
For local IFR training flights at EDDN, prop-type aicraft up to 5.7 t MTOW only.
Contact München Radar when advised by Tower.
8K 28
DKB = "Dinkelsbühl", ERL = "Erlangen", NUB = "Nürnberg"
Not for real life navigation - flight simulator use only!

Festlegung der Betriebspiste

Betriebsrichtung wird zwischen TWR und APP abgesprochen.

Bedingungen für "startup approved"

Dem Luftfahrzeugführer ist die Anlaßfreigabe zu erteilen, wenn bis zum Abheben keine außergewöhnlichen Verzögerungen (Slot, Ground Holds, Trafficsteuerung) von insgesamt mehr als 20 Minuten zu erwarten ist. Anderenfalls ist die Anlaßfreigabe zu verweigern und die voraussichtliche Verzögerung bis zu deren Erteilung mitzuteilen.

Ablauf - Erteilung der IFR Streckenfreigabe

Abflüge auf SIDs sind in Nürnberg generell released, d.h. die Streckenfreigabe kann ohne Rückfrage erteilt werden. Abflüge über Vektoren müssen mit dem APP-Lotsen koordiniert werden. Die Transpondercodes für Abflüge von Nürnberg sind aus der Range 2340-2353 automatisch zu vergeben. Sollte dieser Bereich nicht ausreichen können zusätzlich die Codes 2401-2477 manuell vergeben werden.

Route mit SID
Controller EDDN_GND Pilot EWG123
Nürnberg Ground, EWG123, request startup, information ALPHA received.
EWG123, Nürnberg Ground. Information ALPHA correct. Startup approved,
cleared to München via AKANU8K departure, flight planned route,
climb flight level 70, squawk 2340.
EWG123. Startup approved, cleared to München via AKANU8K departure,
flight planned route, climb FL70, squawk 2340.
EWG123, readback correct.
Route mit Vektoren
Controller EDDN_GND Pilot EWG123
Nürnberg Ground, EWG123, request startup and vector departure, information ALPHA received.
EWG123, Nürnberg Ground. Info ALPHA correct. Startup approved,
cleared to München via vectors to AKANU, flight planned route,
squawk 2340, departure runway 28, climb flight level 70 on runway heading.
EWG123. Startup approved, cleared to München via vectors to AKANU, flight planned route,
squawk 2340, departure runway 28, climbing flight level 70 on runway heading.
EWG123, readback correct.

Ablauf - Push back

Wenn eine Maschine um die Freigabe zum Push back anfragt sollte diesem Wunsch möglichst entsprochen werden, sofern keine rollenden Luftfahrzeuge behindert werden oder im Weg stehen. Weiterhin sollte die Blickrichtung der Maschine nach dem Push back genannt werden.

Parkposition 10, Abflug über Piste 28:
Controller EDDN_GND Pilot EWG123
EWG123, request push back
EWG123, push back approved, facing east.
EWG123, push back approved, facing east.

Ablauf - Rollfreigabe

Wenn der Push back abgeschlossen ist bzw. die Maschine sich auf einer Position befindet, die ein direktes Rollen ermöglicht wird von dieser eine Anfrage zum Rollen erfolgen. Sofern keine Konflikte mit anderem Verkehr bestehen sollte diesem Wunsch entsprochen werden.

Abfliegender Verkehr

Parkposition 10, Abflug über Piste 28:
Controller EDDN_GND Pilot EWG123
EWG123, request taxi.
EWG123, taxi to holding point runway 28 via M2, A.
EWG123. taxi to holding point runway 28 via M2, A.
...rollt auf A und hat Position 26 passiert...
EWG123, contact Nürnberg Tower on 118.3.
EWG123. Contact Nürnberg Tower on 118.3.
Parkposition GAT Halle 2, Abflug über Piste 10, Rollbahneinmüdung E
Controller EDDN_GND Pilot DENUP
DENUP, request taxi.
DENUP, taxi to intersection E runway 10 via S3, J, F, E.
DENUP. taxi to intersection E runway 10 via S3, J, F, E.
...rollt auf E...
DENUP, contact Nürnberg Tower on 118.3.
DENUP. contact Nürnberg Tower on 118.3.

Ankommender Verkehr

Ankommender Verkehr wird entsprechend behandelt, wobei im Zweifel abfliegende Maschinen Vorrang vor ankommenden haben.

DLH4DF abgerollt auf D
Controller EDDN_GND Pilot DLH4DF
Nürnberg Ground, DLH4DF on D
DLH4DF, Nürnberg Ground, taxi to Gate 13 via F; J, M3.
DLH4DF, Taxi to Gate 13 via F, J, M3.

Ablauf - Rollfreigabe VFR

VFR-Abflüge benötigen im Gegensatz zu IFR keine Streckenfreigabe und da diese Flüge nicht verpflichtet sind die ATIS abzuhören werden ihnen zusätzlich zur zu berollenden Strecke noch die aktive Piste und das QNH übermittelt.

VFR-Abflug, GAT, deutsch, Abflug von Rollbahneinmündung B (Richtung 28)
Controller EDDN_GND Pilot DEACK
Nürnberg Rollkontrolle, DEACK
DEACK, Nürnberg Rollkontrolle
DEACK, Cessna 172, VFR nach Kulmbach über OSKAR, erbitte rollen.
DCK, aktive Piste 28, QNH 1013, rollen sie zur Rollbahneinmündung B Piste 28 über S3, J, M3, M2, B.
DCK, aktive Piste 28, QNH 1013, rolle zur Rollbahneinmündung B Piste 28 über S3, J, M3, M2, B.
...rollt von M2 auf B...
DCK, rufen sie Nürnberg Turm auf 118,3.
DCK, rufe Nürnberg Turm auf 118,3.
VFR-Abflug, GAT, englisch, Abflug von Rollbahneinmündung E (Richtung 10)
Controller EDDN_GND Pilot DEYTB
Nürnberg Ground, DEYTB
DEYTB, Nürnberg Ground
DEYTB, Piper 28, VFR to Egelsbach via November, request taxi.
DTB, active runway 10, QNH 1014, taxi to intersection E runway 10 via S3, J, F, E.
DTB, active runway 10, taxi to intersection E runway 10 via S3, J, F, E.
...rollt von F auf E...
DTB, contact Nürnberg Tower on 118,3.
DTB, contact Nürnberg Tower on 118,3.

Bei ankommenden Maschinen besteht kein Unterschied in der Verfahrensweise zwischen IFR und VFR. Für den Abstellbereich der allgemeinen Luftfahrt ist der Begriff General Aviation Terminal / GAT bzw Abstellplatz Allgemeine Luftfahrt üblich.

Ablauf - Hubschrauber

Die Helipads befindet sich im Zuständigkeitsbereich des Ground.
Helikopter sind wie normale Flächenflugzeuge zu behandeln, mit der Ausnahme, dass für sie die Bezeichnungen schweben statt rollen bzw. air-taxi statt taxi zu verwenden sind.

  • Schwebebewegungen von Hubschraubern sind grundsätzlich auf allen Vorfeldflächen und Rollgassen mit folgenden Ausnahmen untersagt:
  • Schwebebewegungen von/zu den Hubschrauberabstellflächen H1 – H3 können wahlweise über Rollbahn J, Rollbahn J und M3 oder die Schwebetrasse erfolgen.
  • Schwebebewegungen von/zu der Hubschrauberabstellfläche H4 können nur über Rollbahn F und Rollgasse M2 erfolgen.

Hinweis zur Nutzung des Rollwegs F für Starts und Landungen

Der Rollweg F kann für Starts und Landungen unter den folgenden Bedinungen genutzt werden:

  • für Helikopter mit max Rotordurchmesser 20m: Starts und Landungen in Richtungen 28 und 10. Nutzbare Länge 1000m.
  • Ob Rollweg F für Start/Landung genutzt wird entscheidet der Tower - der Pilot muss melden sofern er dies nicht akzeptieren kann.

Limitierte Rollbahnen bzw. Rollgassen

  • Rollgassen M1, M2, M3, M4, J, N2 und N4 stehen für Luftfahrzeuge bis zur Größe ICAO Code Letter C zur Verfügung,
  • Rollgasse N2 ist ausschließlich für ankommenden Verkehr für die Parkpositionen 30-35 zu verwenden,
  • Rollgasse N4 ist ausschließlich für ankommenden Verkehr für die Parkpositionen 40-44 zu verwenden,
  • auf allen Rollgassen in den Vorfeldbereichen der Allgemeinen Luftfahrt (S3, S4 und T2) können Luftfahrzeuge bis ICAO Code Letter B rollen
  • Ankommender Verkehr der auf Taxiway C abrollt darf NICHT nach rechts auf Taxiway F geschickt werden

Abstellpositionen

  • Positionen 01-16 und 30-35 und 40-44 -> facing south
  • Positionen 26-28 und 81-86 -> facing north
  • Positionen 01-04 Cargo
  • Positionen 26-28 Heavy
  • Callsign ADN - Der Hangar des Aerodienst Nürnberg befindet sich ganz im Süden (hinter Hangar 3 + 4) und ist über S3 H erreichbar. Diese Maschinen sollten dort hingeschickt werden.
  • Callsign RYR - Positionen 14 - 16

Enteisung

Die Enteisung von Luftfahrzeugen wird am Flughafen Nürnberg grundsätzlich auf allen Abstellpositionen der Hauptvorfelder durchgeführt.

Tower

Tower
Stationen
Nürnberg Tower/Turm
EDDN_TWR NT 118.3

Zuständigkeitsbereich

Der EDDN_TWR ist zuständig für startenden und landenden Verkehr am Flughafen Nürnberg, sowie für den gesamten Verkehr innerhalb der Kontrollzone. EDDN CTR.png

Einflugpunkte VFR

EDDN VFR 600.png

Nutzung des Rollwegs F für Starts und Landungen

Der Rollweg F kann für Starts und Landungen unter den folgenden Bedinungen genutzt werden: - für Helikopter mit max Rotordurchmesser 20m: Starts und Landungen in Richtungen 28 und 10. Nutzbare Länge 1000m. Ob Rollweg F für Start/Landung genutzt wird entscheidet der Tower - der Pilot muss melden sofern er dies nicht akzeptieren kann. Die Abflüge werden zumeist als Intersection Takeoff aus Rollweg J durchgeführt.

Staffelung im Endanflug

Vorlage:TWR Anflug

Low visibility procedure

In Nürnberg zugelassen:

  • Piste 10 CATI
  • Piste 28 CATIIIb

Vorlage:Low Visibility

Festlegung der Betriebsrichtung

  • TWR legt in Absprache mit APP die aktive Piste fest
  • Piste 28 ist bevorzugt und im Zweifel zu verwenden
  • Pistenwechsel von 28 zu 10 bei ständigem Traffic nur bei Windänderungen, die zu mehr als 5 kts Rückenwindkomponente führen

Wechsel Betriebsrichtung

  • TWR entscheidet in Rücksprache mit APP einen Betriebsrichtungswechsel und verabredet einen konkreten Zeitpunkt dafür.
  • Traffic wird am Boden und in der Luft entsprechend geplant und gecleared.
  • Die TWR melden den jeweils letzten Start in der alten Betriebsrichtung an F_APP und APP
  • APP meldet die Callsigns der letzten geplanten Anflüge in alter Betriebsrichtung an die TWR.
  • F_APP gibt einen 15NM-Check an den zuständigen TWR für den jeweils ersten Anflug in neuer Betriebsrichtung einer Piste.

Aufrollen auf die Bahn, Intersection departures

  • Airliner werden generell zum Bahnanfang geschickt, ausser Pilot bietet es an oder Angebot des Lotsen wird akzeptiert
  • Piloten von kleinen Props müssen mit einer Intersection departure rechnen

Startfreigabe widerrufen

Vor Beginn Startlauf

  • Rufzeichen - Halten sie Position - Startfreigabe aufgehoben - ich wiederhole Startfreigabe aufgehoben (*Begründung*)
  • Call-sign -Hold position - cancel take-off - I say again cancel take-off (*reason*)

Startabbruch nachdem der Startlauf begonnen wurde

  • Rufzeichen - Sofort anhalten - Rufzeichen - sofort anhalten
  • Call sign - Stop immediately - call sign - stop immediately

Abflugstaffelung

Staffelung zweier Departures
Abfliegender Verkehr wird nach der Wirbelschleppenkategorie gestaffelt. Nachfolgend eine Übersicht:

Vorne Hinten Abstand
Super Heavy 6 NM
Super Medium 7 NM
Super Light 8 NM
Heavy Heavy 4 NM
Heavy Medium 5 NM
Heavy Light 6 NM
Medium Light 5 NM

Nicht aufgeführte Kombinationen sind mindestens mit 3 NM Abstand zu staffeln.

Es ist allerdings zu bedenken, dass der Approach Lotse mindestens 3nm laterale Staffelung benötigt. Deshalb sollten auch die Geschwindigkeiten der beiden Flugzeuge in die Staffelung miteinbezogen werden.

  • Wenn 2 Flieger die selbe SID fliegen ist ebenfalls zu beachten, dass der Center Lotse später mindestens 5nm Staffelung benötigt.
  • Bei der Übergabe an die Nachbar FIR braucht er sogar 10nm wenn der Vordere schneller oder beide gleich schnelll sind oder 15nm, wenn der Hintere schneller ist.
  • Das heißt nicht, dass es jetzt ein Departurespacing von 10nm oder 15nm braucht, weil die Flieger ziehen sich in der Luft noch auseinander. Als Anhaltspunkt kann man sagen, dass bei zwei A320 ein gutes Spacing rauskommt , wenn der Hintere seinen take off run beginnt, wenn der Vordere gute 5nm vom Threshold entfernt ist.

Behandlung von Fehlanflügen

BAFVK sagt in 465.
Soll der Pilot ein vom veröffentlichten Verfahren abweichendes Fehlanflugverfahren durchführen oder ist er mit dem veröffentlichten Verfahren nicht vertraut, sind ihm genaue Einzelheiten über * Steuerkurs oder Kurs über Grund * Flughöhe mitzuteilen.

Ein Fehlanflug ist zwischen APP und TWR zu koordinieren.
APP/ DIR/ TWR soll bei Fehlanflügen den Piloten grundsätzlich das veröffentlichte Fehlanflugverfahren anweisen ("missed approach as published").
Diese Anweisung kann z.B. auch lauten:

Fly rwy hdg, at 9 DME NUB turn right to intercept NUB on radial 313°, climb altitude 6000ft.

Der Standard missed approach führt in Nürnberg auf beiden Pisten zum VOR NUB. Durch die Position von NUB (ca. 1 NM westlich der Piste) ist besondere Aufmerksamkeit auf an- bzw. abfliegenden Verkehr zu achten. Eine Übergabe vom Tower an den Approachlotsen soll so bald als möglich erfolgen. Das "fly runway heading, climb FL70" soll zwar nur in Ausnahmefällen angewiesen werden, kann aber in EDDN bei viel Verkehr ggf. zweckmäßig sein.