Flughafen Heringsdorf SOP

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Geschichte

Der Heringsdorfer Regionalflughafen ist einer der ältesten deutschen Luftzielorte und galt nach dem bis 1972 im Linienverkehr und bis 1991 als Verkehrslandeplatz betriebenen Flughafen Leipzig-Mockau als der zweitälteste Flughafen auf dem Territorium der Deutschen Demokratischen Republik (DDR).

Der damalige Exerzierplatz der Garnison Swinemünde wurde bereits 1911 durch die Rumpler Taube des kaiserlichen Heeres angeflogen. Im Jahr 1919 begann die Geschichte des Flughafens als „Landflugplatz Swinemünde“ der benachbarten Stadt. Der Platz wurde durch die Sablatnig-Flugzeugbau GmbH nach dem Ersten Weltkrieg ausgebaut. Die ersten Verkehrsmaschinen, die den heutigen Flughafen Heringsdorf anflogen, waren SAB P III für sechs Passagiere. In den 1930er Jahren trainierten hier auch Segelflieger.

Im Jahre 1935 übernahm die Luftwaffe der Wehrmacht den Flugplatz und ließ ihn in den folgenden Jahren zum Fliegerhorst Garz ausbauen. Ab 1936 wurde hier die Küstenjagdstaffel 3/136 stationiert. Diese war mit Flugzeugen vom Typ Heinkel He 51 ausgerüstet. In dieser Zeit wurde auch eine Kunstflugstaffel aufgebaut, die mit Maschinen vom Typ Bücker Jungmeister flog. Im Jahr 1937 erhielt die Einheit zunächst Jagdflugzeuge des Typs Messerschmitt Bf 109 und kurze Zeit später auch Bf 110. Für die Ausbildung an der Bf 110 wurde östlich des Flugplatzes in Richtung Kamminke ein Schießplatz angelegt. In den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs wurde das Rollfeld ausgebaut, um größere Maschinen wie die Langstreckenbomber He 177 aufnehmen zu können. Während die umliegenden Dörfer am 4. Mai 1945 Luftangriffen durch die Rote Armee ausgesetzt waren, blieb der bereits geräumte Flugplatz unbeschädigt und wurde am folgenden Tag durch sowjetische Truppen besetzt.

Die folgende Tabelle zeigt die vollständige Auflistung aller fliegenden aktiven Einheiten (ohne Schul- und Ergänzungsverbände) der Luftwaffe der Wehrmacht die hier zwischen 1937 und 1945 stationiert waren.

Nach dem Krieg wurden hier das 12. und 314. Jagdfliegerregiment (IAP), der Stab der 601. Schlachtfliegerdivision (SchAD) sowie Panzertruppen der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (GSSD) stationiert. Ab 1960 nutzte das Transportflieger-Ausbildungsgeschwader 14 (TFAG-14) der Nationalen Volksarmee (NVA) den westlichen Teil des Geländes. Nach dessen Auflösung 1962 diente das Areal als Ausweichflugplatz für verschiedene Verbände der Luftstreitkräfte der DDR. Bis Anfang der 1960er Jahre war die Start- und Landebahn eine Gliederrollbahn aus Patent-Stahlsegmenten. Im Jahr 1962 wurde ein Teil des Flugplatzes zur zivilen Nutzung durch die DDR-Fluggesellschaft Interflug umgebaut und der Fliegerhorst Garz erhielt seinen heutigen Namen: „Flughafen Heringsdorf“. Um schwereren Flugzeugen wie der Iljuschin Il-14 die Landung zu ermöglichen, musste eine neue Start- und Landebahn gebaut werden. Im Jahr 1973 wurde ein Abfertigungsgebäude für den Saisonflugverkehr der Interflug in Betrieb genommen. Flugverbindungen bestanden unter anderem nach Berlin, Dresden, Erfurt und Leipzig. Bereits sechs Jahre später stellte die Interflug den regulären Inlandsflugbetrieb von und nach Heringsdorf jedoch wieder ein, betrieb jedoch in den Sommermonaten der Jahre 1979, 1980 und 1981 einen Charterflugverkehr nach Prag. Durchgeführt wurde dieser mit einer Iljuschin Il-18 der Interflug. Eine Besonderheit gab es laut Flugplan im Sommer 1964. Hier wurde ein sonntäglicher Flug mit der Il-14 nach Barth durchgeführt. Die Flugzeit betrug 25 Minuten. Im Jahr 1980 wurden die Panzertruppen der GSSD abgezogen. Bis 1992 blieb noch eine Pionierabteilung stationiert. Nach der Auflösung der NVA 1990 endete die militärische Nutzung des Geländes. Im überwiegenden Teil der ehemaligen Kasernen sind heute soziale Einrichtungen der Diakonie Züssow untergebracht. Checkin-Bereich im Terminalgebäude Das Vorfeld 2009

Von 1993 bis 1996 erfolgte die Grundsanierung der Flugbetriebsflächen, die Installation einer Instrumentenanflugbefeuerung und der Aufbau einer Wetterstation. Unter dem ehemaligen Flughafendirektor Ralf Giebener kam es in Jahren 1996 und 1997 zum Charterflugverkehr nach Istanbul und Antalya mit Maschinen der Typen A320 und MD 88, im Jahr 1998 zur Fortsetzung der Linienflüge und zum Charterflugverkehr nach Tunesien.

Heutige Nutzung

Angesichts geringer Fluggastzahlen im Linienverkehr schlossen im Jahr 2007 Hoteliers und ein kommunales Tourismusmarketing-Unternehmen eine Öffentlich-private Partnerschaft über die Organisation des Linienflugverkehrs auf die Insel. Dadurch konnten Fluggesellschaften gewonnen werden, die durch eine Ticket-Abnahmegarantie Usedom in der Sommersaison einmal wöchentlich im Linienverkehr anfliegen. Im Jahr 2008 flog somit die damalige OLT zu vier deutschen Zielen mit Saab 340 oder Saab 2000. Im Jahr 2009 flog OLT in der Sommersaison samstags jeweils einmal nach Bremen, Köln/Bonn, Dortmund, Frankfurt am Main, Zürich, München und jeden Sonntag nach Düsseldorf. Air Berlin nahm am 1. Mai 2010 neue Verbindungen nach Dortmund, Düsseldorf und Stuttgart auf. Die geplante Verbindung nach Nürnberg kam aufgrund zu geringer Nachfrage nicht zustande. Die Flüge nach Heringsdorf wurden für Air Berlin durch die LGW mit Turbopropmaschinen des Typs De Havilland DHC-8-400 betrieben. Im Jahr 2012 flogen erstmals auch die schweizerische Helvetic Airways zu Zielen in die Schweiz (Bern, Zürich) und die polnische Eurolot zu Zielen in Polen (Warschau, Krakau) bzw. ab 2013 auch nach Dortmund und Köln/Bonn. Germanwings flog 2014 erstmals anstelle von Air Berlin die Insel an. Die Strecken wurden bedient mit Bombardier CRJ900 mit 90 Sitzen (betrieben durch Eurowings) und Airbus A319. Im Sommer 2014 gab es auch vereinzelt Charterflugverkehr mit Austrian Airlines nach Linz. Eingesetzt wurde hier ein Flugzeug des Typs DHC-8-400. Im Jahr 2016 flogen auch Air Baltic und SkyWork Airlines den Flughafen an.

Quelle: Wikipedia

Positionen

Bodenpositionen Heringsdorf

EDAH_TWR Heringsdorf Tower Heringsdorf Turm 132.825

Angrenzende Stationen

EDWW_M_CTR Bremen Radar 126.175
EDWW_B_CTR Bremen Radar 123.225
EDWW_CTR Bremen Radar 125.025
EDWW_I_CTR Langen Information (FIS) 126.350

Airport Data

Airspace

  • Control zone: class “D(HX)” GND – 2500 MSL
  • Restricted Area EP-R 22 GND-3280 GND east of airport
  • Restricted Area EP-13A (TSA) GND-FL245 northeast of airport
  • Restricted Area EP-13B (TSA) 3445 MSL-FL245 northeast of airport
  • Restricted Area ED-R 17 GND-16500 MSL 10 NM south of airport

Specifications

  • Runway 10/28
  • Taxiway and layout: see chart

General traffic rules

  • ILS LOC-DME approach Runway 28
  • NDB/DME approaches available for Runway 10 and 28
  • (N)VFR and (S)VFR allowed – coordination with Bremen Radar required
  • Traffic pattern north and south of airport

ATC stations operation procedures

Tower (TWR)

  • Startup and enroute clearance
  • Pushback and taxi (airtaxi)
  • ATC service for arriving or departing IFR traffic within the control zone (departures will switch to Bremen Radar by their own – for reference see charts)
  • ATC service for all VFR traffic intending to depart from or land at EDAH

Supplemental information

  • Coordination for (S)VFR and (N)VFR with Bremen Radar is required for seperation reasons. Maximum altitude assigned is 2500 feet MSL.
  • Runway 28 should be used for IFR Arrivals up to a maximum tailwind compenent of 5 knots. If the wind exceeds the limit of 5 knots, runway 10 shall be taken as main landing and departing runway.