Flughafen Dortmund SOP

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Ground

Ground
Login EDLW_GND
Controllerkürzel LWG
Frequenz 121.825
Visibility Range 10 NM

Die Rollkontrolle (Ground) erteilt die Freigabe für einen eingereichten IFR Flugplan und weist einen Transpondercode zu. Abfliegende IFR-Piloten melden sich zuerst auf der Frequenz von Ground, um den Flugplan eröffnen zu lassen. Der Controller überprüft den eingereichten Flugplan und ergänzt gegebenenfalls die passende Standard Instrument Departure Route (SID) im Flugplan. VFR Flüge rufen ebenfalls die Groundstation und erbitten Abfluginformationen sowie die Rollfreigabe zum Rollhalt der aktiven Piste. Ebenso ist der Ground für die Freigabe sämtlicher Bewegungen auf dem Vorfeld (Apron) sowie den angrenzenden Rollwegen (Taxiways) verantwortlich.


Vectored Departure

Sollte ein Pilot keine gültige SID abfliegen können oder explizit danach fragen, sollte eine vectored Departure angewandt werden. Dieses Verfahren soll ebenfalls bei IFR Traffic Pattern verwendet werden. Dabei erhält der Pilot in Dortmund standardmäßig die Anweisung nach dem Start auf 5.000 Fuß zu steigen und die Abflugrichtung (Runway-heading) beizubehalten.

Bei Flügen, die danach zu ihrem ersten Wegpunkt im Flugplan vektoriert werden, sollte in der Euroscope SID-Auswahl der Eintrage "RV+FIX" gewählt werden. So würde bei einer vectored Departure mit erstem Wegpunkt NUDGORVNUDGO eingetragen werden. Bei Abflügen ohne festen Punkt ist dies mit VEC im Scratchpad zu vermerken. Allerdings ist weiterhin eine Koordination mit dem Tower-/ und Approach-Controller vorzunehmen. Kurz vor dem Start sollte der Towerlotse den Approachlotsen erneut über die nun startende vectored Departure informieren.


Standard Instrument Departure (SID) und Reiseflughöhen

Teilweise gibt es für die verschiendenen SIDs eine Beschränkung für den Flugzeugtyp, das Gewicht oder die Ausstattung der Flugzeuge. Diese sind den entsprechenden SID-Karten bzw. dem Airportbriefing zu entnehmen.

Reiseflughöhen werden in weiten Teilen Europas grundsätzlich nach der Ost/West-Regel festgelegt, wobei Flüge Richtung Osten (0°-179°) eine ungerade und Flüge nach Westen (180°-359°) eine gerade Flugfläche zugewiesen wird. Hierauf sollte der entsprechende Lotse, welcher auch die IFR-Clearance vergibt, achten.


Gate-Zuweisungen

  • Gates 0 bis 4 (Gates 3 und 4 sind durch eine Fluggastbrücke mit dem Terminal verbunden):
    • SunExpress
    • Germanwings/Eurowings
    • WizzAir
  • Gates 5 bis 12:
    • EasyJet
    • Ryanair
    • WizzAir

Mögliche Parkposition für Flugzeuge der Wirbelschleppenkategorie Heavy sind 4, 7, 9, 11.


Pushback

Die Positionen 0 bis 4 sind Taxi-in und Push-out Positionen. Die Positionen 5 bis 12 sind Push-in und Taxi-out Positionen. Dieses Verfahren wird angewendet, da die Flugzeuge sonst mit ihrem Leitwerk die festgelegten Hindernisfreiflächen des Rollweges M durchbrechen würden. Sollte ein Pilot, dessen Flugzeug auf einer dieser Positionen steht, dennoch die Freigabe für einen Pushback anfordern, so wird ihm diese erteilt.


Rollen

Auf dem Flughafen Dortmund gibt es folgende wichtige Rollwege:

  • M: Hauptrollweg, welcher parallel zur Start- und Landebahn verläuft.
  • A, B, C, D: verbinden die Start- und Landebahn mit dem Hauptrollweg M und dem Vorfeld. Der Rollweg B ist nur für ein MTOW von 30t zugelassen!
  • K, L: verbinden das Vorfeld mit dem GAT.


Tower

Tower
Login EDLW_TWR
Controllerkürzel LWT
Frequenz 134.175
Visibility Range 50 NM

Der Turm (Tower) ist für die Regelung des Flugverkehrs auf der Start- und Landebahn sowie in Platznähe zuständig.

Die Piste 24 ist bis zu einer Rückenwindkomponente von 5 Knoten zu bevorzugen.

Nach dem Start sollen Flüge nach Instrumentenflugregeln (IFR), welchen eine SID zugewiesen wurde, direkt nach dem Abheben selbstständig entweder auf die in der ATIS veröffentlichte Departure-Frequenz (wenn diese von der in der Karte veröffentlichten abweicht) oder sonst auf die in der Karte veröffentlichten Frequenz wechseln.


Kontrollzone

Um den Dortmunder Flughafen befindet sich eine Kontrollzone mit Luftraumklasse D-CTR(HX) (GND-2500ft AMSL). Über diesen Luftraum befindet sich mit der Luftraumklasse D der Luftraum des Approach-Controllers.

Folgende VFR-Pflichtmeldepunkte gehören zum Flughafen Dortmund:

  • N (max. 2500ft AMSL)
  • E (max. 2500ft AMSL)
  • S (max. 2500ft AMSL)
  • W (max. 2500ft AMSL)

Bei 24-Betrieb dienen die Pflichtmeldepunkte N und E zum Einflug, W und S zum Ausflug. Bei 06-Betrieb ist dies genau entgegengesetzt, W und S dienen zum Einflug und N und E zum Ausflug.


Go-Arounds

Standardgemäß wird bei einem Go-Around der "Standard Missed Approach" vom Tower angeordnet und der Pilot wieder an den zuständigen Approachlotsen verwiesen. Ein abweichendes Flugverfahren ist vorher mit dem entsprechenden Approachlotsen abzusprechen.


Helikopter-Betrieb

Ein Helipad befindet sich westlich des GAT.


Approach

Approach
Login EDLP_APP
EDLW_APP (RegioAPP)
Controllerkürzel LPA
LWA
Frequenz 125.225
118.750
Visibility Range 150 NM

Die Anflugskontrolle (Approach) des Flughafens Paderborn/Lippstadt ist gleichzeitig auch für die An- und Abflüge des Flughafens Dortmund zuständig (EDLP_APP). Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit den sogenannten Regionalapproach (EDLW_APP) zu besetzten, welcher für die Lufträume des EDLP_APP und EDDG_APP zuständig ist. Daher sollten auch die SOPs der Flughäfen Paderborn/Lippstadt und Münster/Osnabrück gelesen werden.


Luftraum

Den folgenden Grafiken kann die vertikale und horizontale Ausdehnung des Approachsektors sowie der D-CTR und TMZ des Flughafens Dortmund entnommen werden. Darüberhinaus grenzen folgende Nachbarsektoren an EDLP_APP:

  • Norden: EDDG_APP
  • Osten: EDWW_CTR
  • Süden: EDGG_CTR
  • Südwesten: EDDK_APP
  • Nordwesten: EDDL_APP


Luftraum des EDLP_APP


Luftraum D, TWR-CTR und TMZ - Flughafen Dortmund


Arrivals

Anfliegende Maschinen können entweder die STAR, sowie anschließend den Standard ILS-Approach nutzen oder auch Vektoren in den Endanflug erhalten.

Der Approach ist für die Freigabe der Verfahren zuständig, kann dies nach Absprache allerdings bei Einvernehmen auch an den Center delegieren.

Für Anflüge sollten folgende Übergabehöhen verwendet werden:

  • ADEMI: FL080
  • DOMEG: FL080


Departures

Abflüge sollte entsprechend der möglichen Höhe im aktuellen Sektor bis maximial FL130 freigegeben und etwa 5-10 Meilen vor der Sektorgrenzen an die nächste zuständige Position weitergereicht werden. Bei 24-Betrieb muss darauf geachtet werden, dass alle Abflüge zunächst nicht höher als FL060 freigegeben werden, da diese sonst in den Luftraum des EDDL_APP einfliegen würden. Nach Passieren des luftraumüberlagerten Bereiches kann dann bis maxmimal FL130 freigegeben werden.

Weitere wichtige Restriktionen und Ausnahmen bei der Freigabe der Flughöhe sowie des Handoffs an die nächste Station aufgrund von geänderten Luftraumgrenzen:

  • DOMEG/HMM/OSN: max. FL 070 ⇒ EDDG_APP (bzw. zuständiger Center)
  • BAMSU: max. FL 060 ⇒ EDDL_APP (bzw. zuständiger Center)


Holdings

Sollten Holdings vonnöten sein, dann können folgende, in den Karten veröffentlichte, Holdings ab der angegebenen Höhe bis maximal zur vereinbarten Übergabehöhe genutzt und gefüllt werden. Eine darüber hinausgehende Höhe in den Holdings muss zwingend mit den angrenzenden Sektoren koordiniert werden, damit die Übergabehöhe an den Sektorgrenzen entsprechend angehoben wird. Ebenso ist zu beachten, dass die Holdings teilweise nicht im eigenen Sektor liegen und ebenfalls eine Koordination mit den angrenzenden Sektoren erforderlich ist:

  • ADEMI (min. 6000ft AMSL)
  • DOMEG (min. 5000ft AMSL) ⇒ Koordination mit EDDG_APP ist immer erforderlich
  • DOR (min. 3000ft AMSL)