Flughafen Köln/Bonn SOP

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Stationen und Frequenzen

Im Kölner Luftraum befinden sich die folgenden Stationen mit den dazugehörigen Rufzeichen und Frequenzen:

Station Rufzeichen Kürzel Frequenz
EDDK_ATIS Cologne-Bonn ATIS XK 123.120
EDDK_DEL Cologne-Bonn Delivery KC 121.850
EDDK_GND Cologne-Bonn Ground (Köln-Bonn Rollkontrolle) KG 121.725
EDDK_P_GND Cologne-Bonn Apron (Köln-Bonn Vorfeld) KP 129.175
EDDK_TWR Cologne-Bonn Tower (Köln-Bonn Turm) KT 124.975
EDDK_APP Langen Radar KA 135.350
EDDK_F_APP Cologne-Bonn Director KF 121.050
EDDK_N_APP Langen Radar KN 127.375
ETNN_TWR Norvenich Tower TNNT 122.100
ETNN_APP Norvenich Radar TNNA 123.300
EDGG_P_CTR Langen Radar GP 135.650

Lokale Absprachen

Sofern nichts anderes koordiniert wird, gelten die folgenden Absprachen:

  • Fehlanflüge folgen nach dem Durchstarten dem jeweils veröffentlichten Verfahren.
  • Die Frequenz, auf die bei Flügen mit IFR-Flugplan selbstständig nach dem Start bei 2000ft gewechselt werden soll, wird in der ATIS bekannt gegeben.
  • Die Übergabe zwischen Turm und Anflugkontrolle erfolgt nach dem „Silent-Handoff-Verfahren“. Hat der Anfluglotse das Radar-Label des Flugzeugs nicht bei ca. 3500-4000ft aufgenommen, spricht der Turmlotse das abfliegende Flugzeug noch einmal an und übergibt aktiv auf die neue Frequenz.

Besetzungsreihenfolge

Köln-Bonn Apron ist eine Bodenstation, die nur bei Events besetzt wird. Sie übernimmt die Flugzeuge von der Streckenfreigabe, koordiniert mit der Rollkontrolle das Zurückstoßen aus den Parkpositionen, und übergibt dann zum Rollen an die Rollkontrolle.

Für den Anflug ist Langen Radar (EDDK_APP) die zuerst zu besetzende Station. Danach wird je nach Verkehrslage zusätzlich Köln-Bonn Einspeiser (EDDK_F_APP) und Langen Radar (EDDK_N_APP) besetzt.

Streckenfreigabe und Standardabflugverfahren

VFR-Verkehr muss im Gegensatz zu den realen Prozeduren nicht bei Streckenfreigabe eine Anlassgenehmigung erbitten, sondern kann sich rollbereit direkt bei der Rollkontrolle melden.

Die IFR-Standard-Abflugverfahren aus Köln-Bonn führen zu den Wegpunkten NVO, WYP, COL, PODIP und KUMIK. Die erste Höhe für Abflüge beträgt für alle Abflugverfahren 5000ft MSL.

EDDK SID.png

Abflüge über WYP nach Norden in den Luftraum von Düsseldorf müssen vor Erteilen der Streckenfreigabe mit den Abfluglotsen für Köln und Düsseldorf abgestimmt werden. Die Übergabehöhe von DKA nach DUS ist dabei von besonderer Wichtigkeit, da die auf WYP folgenden Wegpunkte quer zum Verkehr durch den Düsseldorfer Anflugluftraum führen. Vor dem Start ist der Kölner Anfluglotse vom Turm zu informieren, der die Startinformation an den Düsseldorfer Anfluglotsen weitergibt.

Generelle Einschränkungen:

  • Die Standard-Abflugrouten via COL werden auf allen Startbahnen nur für lokale Trainingsflüge um Köln-Bonn oder für Flüge nach EDDF verwendet.


Startbahn 06:

  • keine Einschränkungen


Startbahn 24:

  • keine Einschränkungen


Startbahn 14L:

  • Es sind bevorzugt die Standardrouten mit dem Buchstaben F zuzuweisen.
  • X-Routen sind nur für dreimotorige Flugzeuge der WTC HEAVY zugelassen.
  • Abflüge der Route NVO2P können für Flugzeuge der WTC Kategorie HEAVY genehmigt werden. Diese verläuft für einen Großteil über weniger dicht besiedeltes Gebiet und erleichtert die Kurve in Richtung NVO, da das Flugzeug davor an Höhe und Geschwindigkeit gewinnen kann.
  • Die Route NVO2W darf nur in Absprache mit dem zuständigen Anfluglotsen vergeben werden, da diese durch den anfliegenden Verkehr kreuzt. Entsprechende Flüge sind dem Anfluglotsen vor dem Start vom Tower anzukündigen.
  • Abflugrouten mit dem Buchstaben Q dürfen nur genehmigt werden, wenn sichergestellt ist, dass RNAV-Routen auch abgeflogen werden können.


Startbahn 14R:

  • Es sind bevorzugt die Standardrouten mit dem Buchstaben E zuzuweisen.
  • Die Route NVO2C kann bei Flügen mit Luftfahrtzeugen der WTC Kategorie HEAVY genehmigt werden. Sie verläuft für einen Großteil über weniger dicht besiedeltes Gebiet und erleichtert die Kurve in Richtung NVO, da das Flugzeug davor an Höhe und Geschwindigkeit gewinnen kann.
  • Die Route NVO2V darf nur in Absprache mit dem zuständigen Anfluglotsen vergeben werden, da diese durch den anfliegenden Verkehr kreuzt. Entsprechende Flüge sind dem Anfluglotsen vor dem Start vom Tower anzukündigen.


Startbahn 32L:

  • keine Einschränkungen


Startbahn 32R:

  • Es sind bevorzugt die Standardrouten mit dem Buchstaben B zuzuweisen.
  • Für Flugzeuge unter 98t MTOW können C-Routen verwendet werden, die real aus Lärmschutzgründen Verwendung finden.
  • Abflüge über die Route NVO1R dürfen nur genehmigt werden, wenn sichergestellt ist, dass die RNAV-Route auch abgeflogen werden kann.

Vektorierte Abflüge

Ist ein Abflug über eine Standard-Abflugroute nicht möglich, kann mit der Anflugkontrolle ein vektorierter Abflug koordiniert werden.

Hierbei ist als Steuerkurs die Startbahnausrichtung und als erste Höhe 4000ft vorzugeben.

Systemseitig ist als SID ist im entsprechenden Datenblock des Flugzeugs einer der RVxxx Einträge auszuwählen. Die folgenden Einträge stehen zur Verfügung:

RVKUM => KUMIK
RVPOD => PODIP
RVSON => SONEB
RVCOL => COL (COLA VOR)
RVNVO => NVO (NORVENICH VOR)
RVWYP => WYP (WIPPER VOR)

Bei einem vektorierten Abflug über WYP in den Luftraum von Düsseldorf die gelten die gleichen Regeln wie für Abflüge über die entsprechenden Standardrouten.

Flughafenlayout

Der Flughafen Köln-Bonn besitzt als einziger Flughafen Deutschlands drei Startbahnen, die sich teilweise kreuzen.

EDDK Overview.png

Die Startbahnen haben die folgenden Längen:

Startbahn Länge
14L/32R 3815 x 60m
14R/32L 1863 x 45m
06/24 2459 x 45m

Hauptstart- und Landerichtung ist dabei 32, wobei wegen der verfügbaren Länge regelmäßig die Startbahn 32R verwendet wird.

Business-Jet- oder VFR-Verkehr kann auch über die Startbahn 14R/32L abgewickelt werden. Bei hohem Verkehrsaufkommen oder bei Events empfiehlt es sich aber, mit nur zwei der drei Startbahnen zu arbeiten. Dabei hat sich in der Vergangenheit eine Kombination aus 14L/32R und 24 als optimal herausgestellt, da die Startbahn 14R/32L bei wechselnder Nutzung mit der Startbahn 24 (und umgekehrt) zu lange blockiert ist.

Der Flughafen verfügt über zwei Passagierterminals. Terminal 1 mit den zwei markanten Sternen nimmt dabei die Parkpositionen A, B und C auf, Terminal 2 die Parkpositionen D.

EDDK APR.png

Der Frachtbereich wird von mehreren Gesellschaften genutzt, ist U-förmig in der Mitte des Flughafengeländes angeordnet und enthält die Parkpositionen E, F und W.

An dem zentralen Frachtbereich sind auch die Parkpositionen für Business-Jets zu finden. Diese Positionen sind mit V bezeichnet.

Im Westen zwischen den Startbahnen 14R und 06 befindet sich ein weiteres Vorfeld mit den U-Parkpositionen. In dem militärischen Teil ist auch die Flugbereitschaft der Bundeswehr stationiert.

Zuständigkeitsbereiche

Die Zuständigkeit von Köln Rollkontrolle ist auf den Bereich begrenzt, der durch das „U“ der Startbahnen 14L (nord-ost), 24 (süd-ost) und 14R (süd-west) eingefasst wird.

EDDK AoR.png

Die Station Köln-Bonn Vorfeld (KP) ist eine Sonderstation, die hauptsächlich bei größeren Events in Köln eingesetzt wird. Sie hat keinen direkten Zuständigkeitsbereich, sondern arbeitet eng mit Köln-Bonn Rollkontrolle zusammen.

Köln-Bonn Vorfeld bekommt die Flugzeuge von der Streckenfreigabe übergeben und koordiniert mit Köln-Bonn Rollkontrolle das Zurückstoßen aus den Parkpositionen. Für die Rollfreigabe werden die Flugzeuge sodann an Köln-Bonn Rollkontrolle übergeben.

Der Bereich außerhalb des „U“ steht unter der Kontrolle von Köln-Bonn Turm, der die Freigabe zum Überqueren der aktiven Startbahnen und die Rollanweisungen bis zum Rollhalt der Startbahn bei 32-Betrieb bzw. bis zum Abstellplatz bei 14-Betrieb erteilt.

Parkpositionen

Auf den Vorfeldern A-D sind Parkpositionen mit geraden Nummern in der Regel für Flugzeuge bis zu einem Code C geeignet, Positionen mit ungeraden Nummern können mit Flugzeugen bis Code E besetzt werden.

Auf den Vorfeldern E, F und W sind Parkpositionen mit geraden Nummern in der Regel für Flugzeuge bis zu einem Code D geeignet, Positionen mit ungeraden Nummern können mit Flugzeugen bis Code E besetzt werden.


Vorfeld A:
Die Parkpositionen sind von Standplatzrollgasse L zu erreichen. Auf den Parkpositionen mit geraden Nummern können Flugzeuge bis zu Code C abgestellt werden. Auf den Positionen mit ungeraden Nummern können bis Code E abgestellt werden.


Vorfeld B:
Die Parkpositionen befinden sich um den südlichen und zwischen den beiden Gebäudesternen und werden über die Rollwege L oder B erreicht.

Ausnahmen von der oben genannten Positionsregel: Parkposition B14 bis Code E Parkpositionen B23, B27 und B29 bis Code D

Fluggesellschaften sind primär Lufthansa oder Star Alliance Gruppe.


Vorfeld C:
Die Parkpositionen befinden sich am nördlichen Gebäudestern bis an die Gebäudegrenze zu Terminal 2.

Ausnahme von der oben genannten Positionsregel: Parkposition C50 bis Code E

Fluggesellschaften sind primär Lufthansa oder Star Alliance Gruppe.


Vorfeld D:
Die D-Positionen gehören alle zum Terminal 2.

Ausnahmen von der oben genannten Positionsregel: Parkpositionen D51, D53, D57 bis Code D


Vorfeld E:
Die Parkpositionen nehmen im Normalbetrieb nur Frachtmaschinen auf. An den E-Positionen sind FedEx und DHL beheimatet.

Ausnahmen von der oben genannten Positionsregel: Parkpositionen E31, E41 bis Code F (A380), Parkposition E43 bis Code F (B748F).


Vorfeld F:
Die Parkpositionen nehmen im Normalbetrieb nur Frachtmaschinen auf. An den F-Positionen ist UPS beheimatet.

Ausnahmen von der oben genannten Positionsregel: Parkposition F21 bis Code F (A380), Parkposition F23 bis Code F (B748F). Parkposition F34 bis Code D (B767-300).


Vorfeld U:
Vorfeld U wird von zwei Wartungsfirmen für die Flugzeuge der Kunden verwendet.

Parkpositionen U10-14 bis Code C (A320). Parkpositionen U16-26 bis Code A.


Vorfeld V:
Das Vorfeld V wird für Businessjets verwendet. Je nach Position können Flugzeuge bis zur Größe einer bis zu B737-BBJ geparkt werden.


Vorfeld W:
Die Parkpositionen nehmen im Normalbetrieb nur Frachtmaschinen von UPS auf.

Ausnahmen von der Positionsregel oben: Parkpositionen W10-22 bis Code D (B767-300). Parkpositionen W24-26 bis Code D (MD11). Parkposition W28 bis Code D (B757-200). Parkpositionen W24-26 bis Code D (MD11).


Parkplatz der allgemeinen Luftfahrt:
Der Parkplatz der allgemeinen Luftfahrt befindet sich nordwestlich von Rollweg B zwischen der Einmündung von Rollweg T und der Brücke vor der Einmündung der Standplatzrollgasse L.

Rollwege

Der am meisten genutzte Rollweg ist A, der über die gesamte Länge parallel neben der Startbahn 14L/32R verläuft.

EDDK TWY.png

Von der Startbahn 14L/32R zweigen sieben Rollwege ab, die von Rollweg A bis Rollweg A7, beginnend am Anfang der 32R, durchnummeriert sind (lediglich Rollweg A6 ist ausgelassen!).

Bei 14-Betrieb verlassen landende Flugzeuge die Startbahn in der Regel über die Rollwege A3 oder A2 und werden dann über Rollweg A zum Abstellplatz geführt.

Bei 32-Betrieb werden abfliegende Flugzeuge über Rollweg A vom Terminal bis zur Startbahn geführt, landende Flugzeuge verlassen die Startbahn in der Regel über die Rollwege A3 oder A4 und werden dann über den zwischen der Startbahn und A verlaufenden Rollweg E in Richtung Terminal geführt, damit der rollende Verkehr zur Startbahn 32R auf Rollweg A nicht behindert wird.

Rollweg B beginnt vor dem C-Gebäude-Stern (der nördliche der Sterne) und führt von dort am Anfang der Startbahn 14R vorbei zur Startbahn 06 und darf nur von Flugzeugen mit dem Code E befahren werden.

WICHTIG!

Zwischen der Einmündung von L und dem GAT (markiert mit (!)) führt der Rollweg über eine Brücke, über die Flugzeuge mit maximal 52m Spannweite (Codeletter D) und maximal 200t Gewicht eigenständig fahren dürfen.

Zwischen Startbahn 06 und 32L liegt Rollweg C, der nur von Flugzeugen mit dem Code C befahren werden darf.

Über Rollweg D zwischen Rollweg T und Rollweg A dürfen nur Flugzeuge bis zu Code E rollen. Zwischen Startbahn 14L/32R und dem Rollhalt der Startbahn 24 sind auch B747-8/8F zugelassen.

Zu den Abstellplätzen C und D führen der Rollweg M und die Standplatzrollgasse N. Für Flugzeuge mit einer Spannweite von mehr als 36m muss der auf dem Boden markierten gelben Leitlinie gefolgt werden.

Flugzeuge mit einer Spannweite unter 36m (Code C) können über die blaue (M-/N-blue) oder orange Linie (M-/N-orange) geführt werden. Flugzeuge können bis querab der Position D51 parallel auf diesen Linien geführt werden.

Startbahnen

Der Flughafen verfügt über drei Startbahnen, von denen zwei parallel verlaufen und eine zwei Startbahnen kreuzt.


14L / 32R:
Die Piste 14L/32R ist mit 3815 x 60m die längste Startbahn. Sie wird für die meisten Starts und Landungen verwendet.

RWY TWY TORA
14L 3815
14L A3 2121
14L A4 2743
14L A5 3587
32R 3815
32R A1 3586
32R A2 2562
32R A3 1781

Beide Landerichtungen sind mit einem ILS (CATIII) ausgerüstet.


14R / 32L:
Im Abstand von ca. 1km südwestlich zur Piste 14L/32R liegt die deutlich kürzere Parallelstartbahn 14R/32L, welche 1863 x45m lang ist.

RWY TWY TORA
14R 1863
14R T2 1354
32L 1863

Aufgrund der Länge und der technischen Ausstattung wird über diese Startbahn vorzugsweise VFR-Verkehr abgewickelt. Wegen der Nähe zum militärischen Teil wird sie auch häufig von militärischen Luftfahrzeugen genutzt.

Startbahn 14R/32L ist nur für Flugzeuge bis Codeletter C zugelassen.

Bei Nicht-Präzisionsanflügen auf die Landebahn 14R muss wegen der verkürzten Anflugbefeuerung eine Flug- und Bodensicht von mindestens 2,1km gegeben sein.


06 / 24:
Quer zu den Startbahnen 14/32 liegt die kreuzende Startbahn 06/24 mit 2459 x 45m.

RWY TWY TORA
06 2459
06 T 1625
24 2459
24 A 1526
24 E 1643

Lediglich die Landerichtung 24 ist mit einem ILS (CAT I) ausgerüstet.

Startbahn 06/24 ist mit Ausnahme von B747-8 und B747-8F nur für Flugzeuge bis Codeletter E zugelassen.

Bei Nicht-Präzisionsanflügen auf die Landebahn 24 muss wegen der Hindernissituation eine Flug- und Bodensicht von mindestens 1,5km gegeben sein.

Konfliktpunkte am Boden

EDDK Risk.png

(1) Bei Betrieb der Piste 14L als Hauptstartbahn muss im Bereich der Rollwege A, A5, A7, B, M, und E darauf geachtet werden, dass diese nicht „zugeparkt“ werden, weil sich startende und gelandete Flugzeuge gegenüberstehen.

(2) Wird die Startbahn Piste 24 für Starts verwendet, kann der Rollweg A3 zum Flaschenhals werden, weil die Flugzeuge über die Rollwege A3 und D zur Startbahn geführt werden müssen, während landende Flugzeuge auf Startbahn 14L/32R über Rollweg A3 abrollen könnten.

Köln-Bonn Turm soll den landenden Verkehr darauf hinweisen, dass Rollweg A3 nicht zum Abrollen zur Verfügung steht.

Kontrollzone

Die Kontrollzone des Flughafens Köln-Bonn ist Luftraumtyp D und erstreckt sich vom Boden bis 2500ft MSL.

EDDK CTR.png

Im Süden befindet sich der Flugplatz Bonn-Hangelar EDKB, der inklusive seiner Platzrunde aber außerhalb der Kontrollzone gelegen ist.

Im Norden, ebenfalls außerhalb der Kontrollzone, befindet sich der Flugplatz Leverkusen EDKL. Dessen Platzrunde ragt an seiner Südseite allerdings in einer Höhe von 1100ft in die Kontrollzone hinein.

Im Stadtgebiet von Köln befinden sich mehrere Krankenhäuser mit Hubschrauberlandeplätzen.

In der verlängerten Anfluggrundlinie der Startbahn 14L liegt ca. 1,5km nördlich des NDB LJ das Krankenhaus Merheim. Anflüge auf die Piste 14L überfliegen das Krankenhaus in ca 1500ft. Hubschrauber können den Landeplatz unterhalb des Anflugverkehrs anfliegen, jedoch sind dann entsprechende Verkehrsinformationen zu geben, um Fehlanflüge zu vermeiden.

Am nordwestlichen Rand der Kontrollzone in Köln-Nippes liegt auf der CTR-Grenze das eher selten angeflogene Krankenhaus St. Vinzenz.

An der Westseite im Stadtteil Lindenthal, etwas außerhalb der Kontrollzone, befindet sich die Uniklinik Köln.

Westlich der Kontrollzone befindet sich der Fliegerhorst Nörvenich ETNN. Trotz der Nähe grenzen die Kontrollzonen der beiden Flughäfen nicht unmittelbar aneinander, sondern sind durch einen schmalen Streifen des Luftraumtyps C getrennt. Bei Betrieb des Fliegerhorstes ist damit zu rechnen, dass ab- oder anfliegende Luftfahrzeuge die Kontrollzone von Köln-Bonn an der westlichen Ecke streifen.

VFR-Verkehr

In der Kontrollzone Köln-Bonn sind acht Pflichtmeldepunkte ausgewiesen:

NOVEMBER 1 BAB 4, Ausfahrt Bergisch Gladbach-Bensberg
NOVEMBER 2 BAB 3, Autobahnraststätte Königsforst-Ost
ECHO 1 Kirche in der Ortsmitte Neunkirchen
ECHO 2 BAB 3, Rastanlage Sülztal
SIERRA 1 Yachthafen an der Siegmündung in den Rhein
SIERRA 2 Sportanlagen nördlich der Ortschaft Troisdorf-Spich
KILO 1 BAB 1 / BAB 57, Autobahnkreuz Köln-Nord
KILO 2 BAB 4, Rheinbrücke Rodenkirchen

Die beliebteste VFR-Route durch die Kontrollzone verbindet die Pflichtmeldepunkte SIERRA 1, KILO 2 und KILO 1. Sie wird gerne beantragt, weil sie dem Rhein folgend am Kölner Dom und der Altstadt entlang führt.

Ebenso beliebt für Flüge vom / ins Bergische Land sind Starts bzw. Landungen in Bonn-Hangelar verbunden mit einem Durchflug durch die Kontrollzone über die SIERRA und NOVEMBER Routen.

Der Flughafen verzeichnet häufigen Hubschrauberverkehr. Dies hängt zum Einen damit zusammen, dass sich am Flugplatz Bonn-Hangelar eine Hubschrauberstaffel der Bundespolizei befindet und dort auch Ausbildungsverkehr stattfindet. Zum Anderen sind am Flughafen zwei Rettungshubschrauber stationiert. „Christoph 3“ (CHX3) hat sein Landefeld am GAT, der Intensiv-Transporthubschrauber „Christoph Rheinland“ (CHX75) vom ADAC hat seinen Standplatz am nordwestlichen Rand des V-Vorfelds zum Rollweg B hin. Starts und Landungen der Hubschrauber erfolgen meist direkt von deren Standplätzen.

Betriebsrichtung

Der Verkehr wird mit einer Vorzugsstartrichtung behandelt. Bis zu einer Rückenwindkomponente von 5kt wird der Betrieb über Startbahnen 32R und 32L abgewickelt.

Startbahn 24 wird bei Bedarf ebenfalls bis zu einer Rückenwindkomponente von 5kt verwendet.

Die Betriebsrichtung 06 wird äußerst selten verwendet, weil der Wind durch die Kölner Bucht vorzugsweise aus nördlicher bis nordwestlicher Richtung weht.

Um das Rollen des Verkehrs zu beschleunigen, sollte der Turm abrollendem Verkehr (Rollwege A3-A5) eine erste Rollanweisung auf Rollweg A oder Rollweg E (je nach Startrichtung) geben und anschließend an die Rollkontrolle übergeben.

Parallelbahnbetrieb

Durch den Abstand von lediglich ca. 1150m der Startbahnmittellinien von 14L/32R und 14R/32L ist ein unabhängiger Parallelbahnbetrieb zwischen diesen Startbahnen für IFR-Verkehr nicht zulässig.

Kreuzbahnbetrieb

Ein kombinierter Betrieb der Startbahnen 14L/32R und 24 hat sich in der Vergangenheit als optimal erwiesen; bei Verwendung der Piste 14R/32L ist die Startbahn 24 deutlich länger blockiert.

Fehlanflüge

Ohne weitere Absprachen sind die Standard-Fehlanflugverfahren zu verwenden, die in der AIP veröffentlicht sind.

Sollte durch einen Abbruch des Anflugs in Kombination mit einem startenden Luftfahrzeug ein Konflikt entstehen, kann der Turm sofortige Anweisungen erteilen, um den Konflikt zu zu lösen. Über die Maßnahmen ist dann sofort der Anfluglotse zu informieren.

Stations-/Sektorstruktur

Der Luftraum um Köln ist in mehrere Sektoren aufgeteilt, die von drei Stationen bearbeitet werden. Alle Kölner Radarstationen, mit Ausnahme von Norvenich Radar, übernehmen jeweils die Aufgaben der anderen Stationen, sollten diese nicht im Netzwerk angemeldet sein.

Die DKA Sektoren liegen direkt über dem Flughafen und stellen den direkten Anflugbereich für Köln dar. Für diesen Bereich ist EDDK_APP zuständig.

DKA.png

Eingebettet in die DKA Sektoren liegen die DKF-Segmente für die Einspeiser-Position EDDK_F_APP. Die Segmente sind wie Kuchenstücke um die Kontrollzone angeordnet, um bei verschiedenen Startbahnkonfigurationen eine optimale Führung in den Endanflug zu gewährleisten. Ist der Einspeiser online, obliegt EDDK_APP dann die Erfasser-Funktion.

DKF.png

Auch die militärische Station Norvenich Radar (ETNN_APP)ist in die DKA Sektoren eingebettet. Diese Station hat keine eigenen zugewiesenen Sektoren, sondern lediglich einen Zuständigkeitsbereich. Dieser erstreckt sich vertikal vom Boden bis 5500ft MSL. Die laterale Ausdehnung ist der Karte zu entnehmen.

ETNN AoR.png

Flüge von und nach dem Fliegerhorst Nörvenich werden in enger Abstimmung mit der/den für DKA und DKF zuständigen Station(en) durchgeführt.

Im Westen liegen über DKA die NOR Sektoren, die der Station EDDK_N_APP zugeordnet sind. Diese Station hat hauptsächlich eine Entlastungs- und Vorstaffelungsfunktion für Düsseldorf. Die meisten Flüge durch NOR sind Durchflüge aus dem Brüsseler Luftraum von IBESA via NVO nach ELDAR/BIKMU.

NOR.png

NOR hat auch im oberen Luftraum einen kleinen Bereich zwischen den Maastricht- und Rhein-Radar Sektoren. Durch diesen leitet NOR die Anflüge nach Brüssel in Richtung Westen von UMUPU via GEBSO.

NORup.png

Luftraumstruktur

Um die Flughäfen Köln und Düsseldorf befindet sich einer der komplexesten Luftraumstrukturen Deutschlands, weil dort auf engstem Raum mehrere Flughäfen nebeneinander liegen.

EDDK Airspaces.png

Flugzeuge im C/D-Luftraum um Köln werden durch EDDK_APP bearbeitet. Dieser koordiniert sich mit EDDK_F_APP, um die Flüge durch den aktiven Anflugsektor zu führen.

Kursführungsmindesthöhe

Die Kursführungsmindesthöhen um den Flughafen Köln-Bonn sind in der folgenden Karte dargestellt:

EDDK MRVA.png

Die Höhenangaben sind in 100ft angegeben (20 = 2000ft). Die Angaben in Klammern sind für den Winter (NOV-MAR) für kalte Temperaturen korrigiert.

Unterhalb der Kursführungsmindesthöhe können IFR-Flüge nur auf veröffentlichten IFR-Verfahren freigegeben werden.

Anflugverfahren

Die Standard-Anflugrouten für Köln-Bonn starten bei fünf Wegpunkten; KOPAG, ERNEP, GULKO im Osten und DEPOK und NVO im Westen.

EDDK STAR.png

Bei Anflügen über NVO ist dieses VOR gleichzeitig der IAF, von dem verschiedene Endanflugarten zu den Startbahnen führen.

Die STARs für die Pisten 06 und 32L/R werden von KOPAG, ERNEP und GULKO nach Cola VOR (COL) geführt; bei Betrieb der Pisten 14L/R und 24 führen die Routen zum Wipper VOR (WYP).

Die folgenden Höhen sind als Standard für die verschiedenen Wegpunkte festgelegt:

NVO FL100
DEPOK FL100
KOPAG FL110
ERNEP FL120
GULKO FL110

Bei der Koordination für die Übergabehöhe bei KOPAG ist zu beachten, dass die Standardhöhe auf die Übergabe aus PADH nach DKA abgestimmt ist. Ein Sektorteil von PADH ist speziell für die Übergabe nach Köln-Bonn in den Bereich PADL auf FL115 abgesenkt.

EDDK KOPAG.png

Wird eine andere Höhe tiefer als FL110 koordiniert, muss die für PADL zuständige Station in die Koordination einbezogen werden.

Für alle Startbahnen sind GPS/FMS RNAV Verbindungsstrecken zum Endanflug veröffentlicht. Ihre Verwendung hängt von der aktuellen Verkehrssituation ab und sollte entsprechend flexibel erfolgen.

Eine Ausnahme sind die x1S Verbindungsstrecken zur Startbahn 14L. Diese ragen tief in den Anflugluftraum von Düsseldorf hinein (der Queranflug liegt etwa in Höhe der nordwestlichen Kontrollzonengrenze von Düsseldorf) und werden real nur nachts auf Anweisung des Lotsen verwendet. Auf VATSIM sollten diese Verbindungsstrecken nur in enger Abstimmung mit dem für Düsseldorf zuständigen Lotsen verwendet werden, um Konflikte mit An- und Abflügen von Düsseldorf zu vermeiden.

Die Verbindungsstrecke x1N zur Startbahn 32R ragt mit dem Queranflugteil in den Sektor TAU (EDGG_T_CTR) hinein, der üblicherweise von Kitzingen (EDGG_K_CTR) oder Gießen (EDGG_G_CTR) bedient wird. Die Verbindungsstrecke wird real ebenfalls nur nachts verwendet und die Nutzung auf VATSIM sollte mit dem Lotsen für TAU abgestimmt werden.

Warteschleifen

Für die Anflüge sind mehrere Warteschleifen an den folgenden Wegpunkten eingerichtet:

Fix Ausrichtung Drehrichtung Zeit Minimum
NVO 068 R 1min 6000
GULKO 276 L 1min 5000
KOPAG 205 L 1min 5000
COL 298 L 1min 5000
WYP 261 L 1min 3000

Für die Vorstaffelung nach Düsseldorf kann die Warteschleife über NVO verwendet werden. Es ist aber auf die Höhenbänder zu achten, damit abfliegender Verkehr über NVO aus Köln-Bonn mit den Flugzeugen in der Warteschleife nicht in Konflikt gerät.

Konfliktpunkte im Anflugluftraum

Durch den eng begrenzten Luftraum und die nah beieinander liegenden An- und Abflugrouten hat der Luftraum im Osten von Köln-Bonn das größte Konfliktpotential. Besonders zwischen den Punkten KOPAG und COL in der Nähe von PODIP kreuzen sich mehrere Routen, sodass dort besonders auf die Höhenstaffelung zu achten ist.

Im Westen ist bei der Nutzung der Standardrouten auf den Anflugpunkt DEPOK zu achten, da sich zwischen DEPOK und dem Flughafen Routen kreuzen. Dieser Konfliktpunkt ist aber einfach zu umgehen, indem man anfliegenden Verkehr frühzeitig mit Vektoren in Richtung der Startbahn führt und den abfliegenden Verkehr über die Standard-Abflugrouten fliegen lässt.

EDDK SIDSTARconflict.png

Quicksheet

Das Quicksheet vermittelt eine Übersicht über die Übergaben von und in die Kölner Sektoren.

Es gibt nur die am häufigsten genutzten Übergaben wieder. Alle Übergaben zu den Nachbarsektoren befinden sich auf den entsprechenden LoA Webseiten.

EDDKquick.png

Aerodrome Reference Code

Der Aerodrome Reference Code ist eine zweiteilige Kategorisierung für Flugzeuge, um festzustellen, ob ein Flugzeug für eine Landung auf einem Flughafen geeignet ist.

Teil 1 ist eine Ziffer, die die Startbahnlänge ausdrückt und für Köln uninteressant ist.

Teil 2 ist ein Buchstabe, der sich nach der Spannweite der Tragflächen richtet und die Flugzeuge in die folgenden Kategorien einordnet:

A       <15m   Piper PA31/Cessna 404 Titan
B 15m - <24m   CRJ200, DHC6
C 24m - <36m   B737-700, A320, ERJ190
D 36m - <52m   B767, A310, MD11
E 52m - <65m   B777, B787, A330, A350, B747-400
F 65m - <80m   B747-800, A380